Fonterra senkt Milchpreis auf 27 bis 28 €-Cent

Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra meldet weniger Umsatz und senkt seine Milchpreisprognose auf umgerechnet 26,9 bis 28,2 €-Cent/kg.

Fonterra stellt geringere Milchpreise in Aussicht. (Bildquelle: Werkbild)

Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra legt das erste Quartal des Wirtschaftsjahres 2018/19 schwache Zahlen vor und senkt zudem erneut seine Milchpreisprognose.

Wie das Unternehmen mitteilt, ist der Umsatz von August bis Oktober 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 % auf umgerechnet rund 2,32 Mrd. Euro gesunken. Die Bruttomarge verringerte sich um 2 % auf 394 Mio Euro. Zudem ging die Verkaufsmenge auf Basis von Milchäquivalenten um 6 % zurück.

Schlechte Nachrichten auch für Milchlieferanten: Sie bekommen in der noch bis zum 31. Mai 2019 laufenden Saison 2018/19 voraussichtlich weniger Geld als zunächst angekündigt. Das Unternehmen korrigierte seine Milchpreisprognose für das Kilogramm Milchfeststoff auf 6,00 NZ$ (3,63 Euro) bis 6,30 NZ $ (3,81 Euro) nach unten; das waren im Mittel 0,23 NZ$ (0,10 Euro) weniger als im Oktober und sogar 0,60 NZ$ (0,30 Euro) weniger als im September. Umgerechnet auf europäische Inhaltsstoffe entspricht einer aktuellen Milchpreisgrognose von 26,9 bis 28,2 €-Cent/kg.

Der Fonterra-Vorsitzende John Monaghan begründete die Senkung damit, dass das weltweite Milchangebot relativ zur Nachfrage noch zu groß sei und Preise für Milchprodukte an der internationalen Handelsplattform GlobalDairyTrade (GDT) seit Mai spürbar gefallen seien. Bezüglich der eigenen Rohstoffverfügbarkeit bestätigte Fonterra seine bisherige Prognose, die für 2018/19 gegenüber der Vorsaison von einem Anstieg um 3 % auf 1,555 Mrd. kg Milchfeststoff ausgeht. Allerdings könnte das Wetterphänomen El Niño im weiteren Verlauf des Wirtschaftsjahres die Milchproduktion in Neuseeland noch beeinträchtigen.

Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Andreas Thiel

Herr Nagl

Trifft den Nagel auf den Kopf. Prognosen erinnern an:Kräht der Hahn morgens auf dem Mist...

von Gerd Uken

Sie brauchen Geld

Und wollen 500 Mio für Entschuldung ausgeben und auch noch den Anteil den Beingmate am Pulverwerk in Darum( Australien) hält. Die Aktivitäten in Chile hingegen will man nicht einstellen. Wenn ich jetzt den Fonterrapreis zu Grunde lege dann dürften wir uns hier zwischen 31 - 33 Cent bewegen.

von Hans Nagl

Lustig

Immer im täglichen Wechsel ein Meldung von fallenden und steigenden Milchpreis.

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