Interview

Lasar: „Rinder kann man essen, Autos nicht.“ Plus

Ansgar Lasar, Klimabeauftragter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, erklärt im top agrar Interview, wie auch Rinderhalter ihre Klimabilanz verbessern können.

Die Kuh steht als „Klimakiller“ in der Kritik. Doch wie schaden und nutzen Rinder dem Klima wirklich?

Lasar: Rinder verursachen im Vergleich zu bspw. Geflügel je Produkteinheit deutlich höhere Treibhausgasemissionen. Den größten Einfluss hat dabei das Methan. Das Gas entsteht bei der Verdauung des Wiederkäuers und ist etwa 25-mal klimaschädlicher als Kohlendioxid. Positiv ist aber, dass Rinder aus Grünlandaufwuchs hochwertige Lebensmittel erzeugen. Grünlanderhalt verbessert wiederum die Klimabilanz, gleicht sie aber nicht aus.

Wo stehen Rinder im Vergleich zu anderen...


Diskussionen zum Artikel

von Jürgen Greiner

Klimaschützer Rind und Klimazölle gegen Washington

Methan ist vergleichbar mit Salz in der Suppe. Es kommt auf die Menge in der Luft an, ob es schädlich für unser Klima ist oder nicht. Ohne Methan hätten wir Durchschnittstemperaturen auf der Erde unter dem Gefrierpunkt. Dies würde die Existenz der Menschheit gefährden. CO2 bleibt ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Klimaerwärmung ist

das Hauptproblem. Da in vielen Regionen weniger kalte oder Frosttage das Wettergeschehen ausmachen. Dauerfrost heißt keine Treibhausgase. Permafrostgebiete , die durch die Erwärmung auftauen bedeuten Vegetation. Das bedeutet Methanausgasung in riesigem Umfang. Tiere pflegen die ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Einspruch

Mir widerstrebt folgender Satz: "Dass Landwirtschaft Emissionen produziert, ist nicht wegzurechnen."-------------------------------------- Hallo geht´s noch? Warum wird offensichtlich schon wieder die CO2 - Bindung durch das Pflanzenwachstum unter den Tisch gekehrt??? Sehr wohl kann man ... mehr anzeigen

von Eike Bruns

Rinder und Reisnassanbau

haben Global betrachtet ungefähr die gleiche Methanemission. Warum wird über Rinder geschrieben über den Nassanbau von Reis aber nicht. Wenn man jetzt mal die Nährwertmenge dieser beiden Produkte vergleicht, denke ich, ist je Kalorie das Fleisch im Vorteil. Wenn man das mal ... mehr anzeigen

von Christian Bothe

Klima

Topgrar 2019: 1ha Mais assimiliert CO2 von 60000km Autofahrt! Nur mal zur Erinnerung! Was unsere „zukünftige Ernährung“ betrifft, können wir ja mal die Amisch People aus Amerika konsultieren, welche dort sehr naturnah LW betreiben, fast ohne Technik nur Pferde.Das unsere Grünen ... mehr anzeigen

von Albert Maier

Mehr erwartet!

Von einem "Klimabeauftragten" der LWK hätte ich schon ein bischen mehr erwartet. Nicht nur, das Methan in der Atmosphäre nicht stabil ist und weil schwerer als Luft in Bodennähe höher konzentriert und daher nicht mit CO2 vergleich bar ist, sondern auch, dass der Faktor 25ein vom IPCC ... mehr anzeigen

von Kirsten Wosnitza

Rinderhalter können hohen Beitrag leisten

Um Klimaschutz Ziele zu erreichen. Ein hoher Anteil von Dauergrünland auf dem Betrieb und der Verzicht auf Umbruch tragen deutlich zur Speicherung von CO2 bei.

von Matthias Everinghoff

Ein Faktum fehlt

Methan verliert nach 12 Jahren die Klimawirkung, weil es zersetzt wird. CO2 bleibt 1000 Jahre in der Atmosphäre.

von Josef Doll

Somit muss die Rinderhaltung

die das gute ach so Wertvolle Grünland erhält so laut Umweltbundesamt in eine zukünftige Klimabilanz mit eingerechnet werden. Zumal ja das politische Sprachrohr der Umweltlobbyisten schon eine Fleischsteuer ins Gespräch gebracht hat. Zumindest wird Sie in die neue Kolationspapier ... mehr anzeigen

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