Wolfsmanagment

Mahnfeuer für Erhalt der Weidetierhaltung

Europaweit finden heute Mahnfeuer für ein besseres Wolfmanagement und den Erhalt der Weidetierhaltung statt. Auch Niedersachsen beteiligt sich mit Feuern an verschiedenen Orten.

„Viele Weidetierhalter sind nicht nur in Sorge um ihre Tiere aufgrund der zunehmenden Bedrohung durch den Wolf, sondern sie fühlen sich dermaßen von der Politik im Stich gelassen, dass sie ans Aufgeben denken“, sagt Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers. Aktuell leben 24 Wolfsrudel, vier Paare und ein residentes Einzeltier in Niedersachsen. Das niedersächsische Wolfsmonitoring habe bislang insgesamt 1.005 Nutztierrisse dokumentiert, meldet der Landvolk-Pressedienst.

„Aufgrund der jüngsten Ereignisse im Raum Walle im Landkreis Celle und aufgrund der Tatsache, dass im Herbst die Risse wie in den vergangenen Jahren wieder zunehmen werden, fühlen sich die Weidetierhalter aufgerufen, am europaweiten Mahnfeuer teilzunehmen“, so Ehlers. Bis heute ist sei kein einziger Wolf gefangen, besendert – geschweige denn geschossen worden, so Ehlers. „Der Wolf gehört ins Jagdrecht aufgenommen, damit für Jäger ein verbindlicher Rechtsrahmen gilt, nach dem sie handeln können“, fordert Ehlers abschließend.

Am 13. September unterstütze das Landvolk Celle und das Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement die Veranstaltung, die bereits zum vierten Mal europaweit stattfinde. In Winsen an der Aller wird am Waller Kreisel ab 19 Uhr das Zeichen für vermehrten Schutz der Weidetierhaltung gesetzt. Das Landvolk Hannover beteiligt sich mit einem Mahnfeuer in Neustadt, Ortsteil Schneeren, direkt an der Abfahrt der B6 Schneerener Krug. Auf dem Glockenhof Studtmann in Amelinghausen im Landkreis Lüneburg lodern ab 19.30 Uhr die Mahnflammen. Im Süden Niedersachsens wird in der Kalefelder Feldmark und in Algermissen im Landkreis Hildesheim um 19 Uhr ebenso das Feuer entzündet wie im hohen Norden am Leybuchtpolder.

Wo Europa Mahn- und Solidarfeuer brennen, sehen Sie auf dieser Karte.

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Artikel geschrieben von

Katharina Lütke Holz

Redakteurin Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerd Woertel

Herr Thiel

Und wann sägen Sie den letzten Baum um ? Er raubt ihnen doch das knappe Grundwasser für ihre Pflanzen!

von Andreas Thiel

Herr Woertel...

Ich glaube nicht das in Afrika Menschen verhungern, weil Raubtiere dort die Nutztiere dezimieren.Desweitern denke ich das grosszügige Entschädigungen wohl eher nicht zu erwarten sind bei einem Wolfsangriff,sondern eher Almosen...!Deshalb hat Herr Grupe Recht, es muss endlich mehr Tempo rein bei der Bejagung dieses Raubtieres Wolf!!!

von Gerd Woertel

Problem

Von den Afrikanischen Bauern und Hirten verlangen wir das sie Löwen Elefanten und dergleichen schützen , und ich finde zurecht, obwohl sie dort ganze Ernten zerstören und Nutztiere reisen. Mit der Folge das dort gehungert wird. Und wir im reichen Europa sind schon von einigen hundert Wöflen überfordert und fordern sie zu töten. Sicher kann es man nötig sein einen Wolf zu entnehmen, aber es sollte die Ausnahme sein. Alles andere muss durch großzügige Entschädigungen geregelt werden. Dafür sind Mahnfeuer angebracht aber nicht für Ausrottung

von Gerd Uken

Der Wolf hat in Jagdrecht nicht s

Zu suchen weil er ganzjährig geschützt ist....... Welcher Jäger wird sich hinstelle und den zum entnehmen freigegebenen er......- ich jedenfalls nicht den die Ächtung kommt und man macht sich dann selber zum Freiwild!

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