Milch NRW

Milch: Zwischen Superfood und No-Go?

Beim Nordwestdeutschen Milchtreff diskutierten verschiedene Vertreter der Branche über die Zukunft der Milch und wie sich ihr Image verbessern lässt.

Das Image der Milch und welche Chancen sie für die Zukunft hat, war Thema beim digitalen Nordwestdeutschen Milchtreff am vergangenen Dienstag. Die Landesvereinigungen der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben die Veranstaltung organisiert, die Tomma Hangen, Kommunikationstrainerin aus Oldenburg, moderierte.

Während der Poduiumsdiskussion erklärte Prof. Dr. Gunther Hirschfeld, dass Essen und Trinken eine emotionale Sache sei. Ein Punkt, der auch in der Werbung berücksichtigt werden müsse. Ebenso wichtig sei der Blick auf das Essverhalten der Menschen, die zunehmend Snacks statt großer Mahlzeiten zu sich nehmen. „Dafür eignen sich Milch und Milch-produkte sehr gut. Allerdings müssten dann auch Verpackungsgrößen angepasst werden.“

Kommunikation ist wichtig

Das es nicht nur das Image der Milch, sondern auch das der Landwirte schwer hat, gab Klaus-Peter Lucht, Milchkuhhalter aus Mörel und Vorsitzender der MEV Schleswig-Holstein zu verstehen. „Es gibt bereits Dörfer, in denen es keinen Landwirt mehr gibt. Da geht für die Gesellschaft etwas verloren, da Landwirtschaft auch für das Sozialleben im Ort wichtig ist.“ Um den Kon-takt zwischen Landwirten und Verbrauchern wieder zu verbessern, sieht er eine Chance in der Bildung und im Besuch von Schulklassen auf Höfen.

Katharina Leyschulte, Milchkuhhalterin aus Westerkappeln, ergänzt, dass sie deshalb auch das Schulmilchprogramm als gute Chance betrachtet, um an Schüler und Lehrkräfte heranzutreten. „Wir müssen den Menschen immer und immer wieder erklären, wie wir arbeiten.“ Als wichtigen Kommunikationskanal zum Erklären ihrer Arbeit sieht sie hier auch die sozialen Medien und appelliert an andere Landwirte, diese ebenfalls zu nutzen.

Auch Helmut Evers, Milchkuhhalter aus Wahrenholz und engagierter My KuhTuber sieht eine wichtige Arbeit in der Kommunikation der Branche und jedes einzelnen Landwirts. „Wir müssen Geschichten erzählen von unseren Höfen und Dinge so erklären, dass die Leute sie verstehen.“

Die Aufzeichnung der Diskussion finden Sie HIER.


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