Sektorstrategie 2030

Erste Ergebnisse der Strategie 2030 Premium

Branchenkommunikation, Standardsetzung und Lieferbeziehungen sind Kern der neuen Sektorstrategie 2030. Vertreter der deutschen Milchindustrie präsentierten die ersten Ergebnisse auf der Grünen Woche.

Von einem hervorragenden Ergebnis sprachen Joachim Rukwied vom Deutschen Bauernverband (DBV), Peter Stahl vom Milchindustrieverband (MIV) und Franz-Josef Holzenkamp vom Deutschen Raiffeisenverband (drv) bei der Vorstellung der Strategie 2030 der deutschen Milchwirtschaft. Vor genau zwei Jahren sei die Idee einer gemeinsamen Sektorstrategie entstanden. „Wir sind froh und stolz jetzt das von den unterschiedlichen Verbänden gemeinsam getragene Dokument veröffentlichen zu können“, erklärte Peter Stahl, 1. Vorsitzender des MIV auf der Grünen Woche in Berlin. Die Arbeit aber ginge erst jetzt so richtig los, sagte Karsten Schmal, Vizepräsident des DBV und Sprecher der Sektorstrategie 2030. Denn jetzt gelte es, die vielen formulierten Maßnahmen auch in die Tat umzusetzen. Klar sei aber schon jetzt, dass die Branche bei den vielen gemeinsamen Sitzungen und der Kompromissfindung ein Stück näher zusammengerückt sei.

Branchenkommunikation soll bald starten

Im Kern geht es in dem Maßnahmenkatalog um die Punkte Branchenkommunikation, Standardsetzung und Lieferbeziehungen, so Schmal. Da die Milcherzeugung mittlerweile weit weg vom Verbraucher...

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Diskussionen zum Artikel

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von Hans Nagl

Hilfe!!!

Kann mir jemand erklären wo da für mich als Milcherzeuger ein Vorteil sein soll?

von Freerk Buse

Wölfe im Schafspelz

Die Zusammensetzung dieser Strategiekommission ist ungefähr so zielführend, als wenn man Wölfe ein Konzept zur Schafhaltung erarbeiten lassen würde. Die Position der Milchviehhalter ist hier ähnlich wirkungsvoll vertreten......

von Gerd Uken

Dem Verband wird aber ein neues Angebot gemacht

Mit zu diskutieren- ichvdenke diSkutiert wurde doch schon genug. Selbst die neue Bauernvertretung hat sich ja Gedanken gemacht zum Thema Milch. Wer aber 15% über der Selbstversorgung liegt muss sich erst mal selber Gedanken machen. Die Hälfte davon ist ja importierte Rohmilch als ob wir nun selber nicht genug hätten.

von Matthias Zahn

Der Club der alten Männer.....

mit dieser, der Frührente nahe stehenden Riege, werden wir eh keinen Preis gewinnen...... Diese Männer sind aus der "Gestern-Generation" und von vergangenen Entwicklungen geprägt. Den neuen Herausforderungen am Markt werden sie nicht mehr folgen können. Alle zu satt und bequem sitzend im gemachten Nest. Viel zu träge......

von Matthias Zahn

Eine Frechheit!!!

Das ganze "Strategie" zu nennen ist eine Frechheit! Eine Strategie sollte doch am Ende Verbesserungen hervorrufen. Dieser Müll will aber nur das "weiter so" mit einem Feigenblatt verzieren.......Von Molkereiseite ist ja nichts anderes zu erwarten..... und Schmal ist wieder mal enttäuschend! Man kann nicht verstehen, dass ein Milchviehhalter mithilft, den eigenen Betrieb über den Jordan zu schicken.......

von Gerd Schuette

Das erste Ergebnis der Sektorstrategie...

... ist ein Investitionsstopp im Betriebszweig Milchkühe. Nur noch Ersatzinvestitionen, dann mal schauen und ergebnisoffen die Milchkuhhaltung in Frage stellen. Die Herren sägen bereits zu lange an dem Ast auf dem sie sitzen. Und nach "fest" kommt "ab".

von Gerd Uken

Les ich das jetzt richtig

A/ B Quote?? Da steht dann sowas wie der Milchlieferant kann ja reagieren weil der Milchpreis einen Monat vorher bekannt gegeben wird- ja wie denn wenn hier ein Jahr Kündigungsfrist ist?! Der Milcherzeuger ist wie immer außen vor. Was bringt es wenn wir über 2 Mrd kg Rohmilch von anderen EU Molkereien zu uns kommen. Und das Ganze ist sowieso ein Witz so lange wir 15% Überproduktion haben und in einen Markt liefern der gesättigt ist. Den Artikel 148 hat man schön rausgelassen-braucht man nicht. Dafür haben wir QM 20.2 jetzt! Ausbau und Zugang zur Digitalisierung-sie haben auch an alles gedacht. Dann hat man eine Schnittstelle zu HIT bzw. den Kontrollverbänden.

von Renke Renken

Das klingt,

als wenn ein krankes Huhn versucht kurz vor dem Suppentopf ihr letztes Ei zu legen.

von Steffen Hinrichs

Der einzigste Verband ,der alleine uns Milchbauern vertritt ,

ist nicht mehr mit am Tisch ! Da weiß man mal wieder welche Interessen diese Sektorstrategie vertritt .

von Willy Toft

Die Selbstbeweihräucherung kennt keine Grenzen, und seit 2 Jahren dümpelt der Milchpreis ....

unter den Gestehungskosten! Ob Dürre oder der Rückgang der MILCHPRODUKTION, den Erzeugerpreis interessiert es anscheinend hier in DE nicht. Die Sektorstrategie der Branche ist schon 2 Jahre unterwegs, und wir Milcherzeuger merken es nicht, das ist das größte Armutszeugnis schlechthin! Der Milcherzeuger wird ständig schlechter gestellt, und die ganzen Auflagen und Vorgaben können noch nicht einmal den Handel dazu bewegen, hier mal ein Preis- Aufschlag zu gewähren! Armes DE, so bringen wir die Milchproduktion nicht in Schwung, wenn selbst die 25 % der besten Betriebe die Enden nicht mehr zusammen bekommen! Ich hätte mir ein besseres Ergebnis für uns Milcherzeuger erwartet!

von Ottmar Ilchmann

Profiteure unter sich

Bin gespannt, wieviele Milchviehbetriebe die erste Zwischenbilanz nach fünf Jahren noch erleben werden!

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