Neue Ladenpreise

Trinkmilch 1 Cent rauf, Butter 10 Cent runter

Seit Anfang November gibt es im Kühlregal neue Preise für Milchprodukte: Trinkmilch ist minimal teurer, Butter günstiger. Der VMB wirft dem Handel "Selbstbescherung weit vor Weihnachten" vor.

Seit November gibt es neue Preise für Trinkmilch und Butter. (Bildquelle: top agrar)

Bei den Kontraktverhandlungen über Produkte der Weißen Linie (Trinkmilch usw.) haben die Molkereien eine minimale Preiserhöhung gegenüber dem Handel durchgesetzt. So ist Anfang November der Preis im Kühlregal für Milch mit 3,5 % um 1 Cent auf 70 Cent/Liter gestiegen, der Preis für Milch mit 1,5 % um ebenfalls 1 Cent auf 62 Cent/Liter. Die Angaben beziehen sich auf den Preiseinstiegsbereich, also die unterste Preislage. Die Kontrakte gelten für sechs Monate.

Geändert hat sich für die Verbraucher auch der Einkaufspreis für Butter: Das 250 g-Päckchen kostet mit 1,69 € nun 10 Cent weniger. Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) kritisiert die Preispolitik scharf und schreibt in einer Mitteilung: "Derzeit ist die Preismarge des Handels so hoch wie lange nicht mehr. Auch diesmal ist die Belastung der Molkereiseite stärker als die Entlastung beim Verbraucher: Der Handel sahnt also einmal mehr ab, quasi Selbstbescherung weit vor Weihnachten!"

Gefallen ist diesmal auch der Preis für Bio-Butter, die bei den letzten Verhandlungen noch stabil blieb. Der Preis sank um 10 Cent auf 2,29. Milchmischfette sind ebenfalls günstiger.

Hinzu bei der Butterpreissenkung kommt, dass die Kontrakte diesmal eine Laufzeit von drei Monaten bis Ende Januar 2019 haben. Bisher waren fast ausschließlich Monatskontrakte die Regel.

Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Rudolf Rößle

Laufzeiten

sind viel zu lang. Wo kommt das viele Fett her. Wir hatten im Sommer sehr niedrige Werte. Weltmarktpreis, du bist jetzt gesetzt. Tierwohl wird nicht bezahlt werden.

von Matthias Zahn

Dieses rumgejammere ist nicht zu ertragen!

Der böse Handel hat halt im Gegensatz zu den Bauern seine betriebswirtschaftlichen Hausaufgaben gemacht! Wäre die gesamte Branche nicht so sehr damit beschäftigt gewesen den BDM klein zu halten, sondern hätte einmal nach vorne gedacht und gearbeitet, wäre die Lage evtl ein klein wenig besser. Also schluss mit dem rumgejammere und lasst uns endlich nach vorne denken und arbeiten! BDM und MilchBoard sind schon fleißig dabei, wenn der Rest der bäuerlichen Vertretungen jetzt endlich mal mitziehen würden, kann die Zukunft anders aussehen!

von Martin Siekerkotte

Unverständlich

DMK ist für preis rutsch verantwortlich hat wieder zu billig angeboten um Wettbewerbsmolkereien in der Auszahlung zu bremsen daran erkennt mann das unser Ehrenamt nichts mehr zu sagen hat Artikel 148 umsetzen

von Steffen Hinrichs

Die Bauern lassen es ja mit sich machen

Wo ist denn nun unser Milchpräsident Schmal ,der im Oktober noch verlauten ließ :"Der Milchpreis dürfte Weihnachten 6cent höher liegen (als 32-33 Cent ) ?! " Wo ist unsere Lobby !?!?

von Gerd Uken

Liest sich irgendwie komisch

„ Belastung der Molkereiseite“ Die haben keine Last jetzt wird noch mehr mit weniger Futter zu teureren Preisen vom Landwirt erzeugt - die Marge der Molkerei bleibt gleich oder wird der Rohmilchpreis jetzt den gestiegenen Kosten angepasst?

von Renke Renken

Und dann hoffen

wir mal auf´s nächste Frühjahr, bei steigenden Milchmengen haben die Molkereien eine dem entsprechende Verhandlungsposition

von Willy Toft

Der Verbraucher bekommt billige Weihnachtsbutter!

Dem Verbraucher sei es gegönnt, was die Preisverhandlungen für den Milcherzeuger bedeutet, kann sich jeder selbst ausrechnen. Die höheren Kosten durch Futtermangel, Dürrebedingt, und die höheren Auflagen, die den Milcherzeuger immens zusetzen, wurde nicht mal ein wenig Respekt gezollt. Unser Raubtierkapitalismus ist grausam, frisst allmählich ohne Not den Mittelstand auf. Von wegen, "Bäuerliche Landwirtschaft"!

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