Regionalisierung: Ungarns Triumph

Obwohl die ASP im Land wütet, darf Ungarn wieder Schweinefleisch nach Japan exportieren. Ungarns Chefveterinär erläutert, wie man Japan vom Konzept der Regionalisierung überzeugt hat.

Japan, ein wichtiger Abnehmer für ungarisches Schweinefleisch, hat als erstes Drittland das ASP-Regionali-sierungsprinzip der EU anerkannt. Wie ist Ihnen das gelungen?

Dr. Bognár: Hinter uns liegen zwei harte Verhandlungsjahre auf Ebene der Chefveterinäre. Persönliche Gespräche in Japan gab es nicht. Aber während der Generalversammlung der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) konnte ich mehrfach mit dem japanischen Chefveterinär verhandeln. Zudem fanden unzählige Onlineespräche statt und ein dreitägiges Audit in Ungarn durch chinesische Experten.

Was brachte den Durchbruch?

Dr. Bognár: In den Gesprächen ist es uns gelungen, die japanischen Kollegen von der Wirksamkeit unseres nationalen ASP-Bekämpfungsplans zu überzeugen. Die japanischen Experten haben die ungarischenen ASP-Verordnungen und -Maßnahmen kritisch unter die Lupe genommen. Wir konnten sie überzeugen, dass wir die ASP zu jeder Zeit unter Kontrolle haben und auf alle Ereignisse schnell und effektiv reagieren können. Unser schlagkräftigstes Argument war, dass die ungarischen Hausschweinebestände bisher nicht von der Seuche betroffen sind.

Aus welchen Regionen dürfen Sie jetzt wieder Schweinefleisch nach Japan exportieren?

Dr. Bognár: Durch das Regionalisierungsabkommen dürfen jetzt wieder Regionen (Komitate) Schweinefleisch exportieren, die selbst frei von der Afrikanischen Schweinepest sind und in deren Nachbarregionen bislang ebenfalls kein ASP-Fall aufgetreten ist. Dazu gehören die Komitate Baranya, Tolna, Somogy, Zala und Vas. Hier wird etwa 41% des gesamten ungarischen Schweinefleisches erzeugt.

Die größten Schweinefleischproduzenten befinden sich allerdings außerhalb dieser...

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