Trockenfutter: Hygiene ist kein Selbstläufer! Premium

Verschimmelte Futterreste beeinträchtigen die Tier­gesundheit. Wie Sie die ­Hygiene beim Trockenfutter ­verbessern, erläutert Martin Breuer, Erzeugerring Westfalen.

Nicht nur bei Flüssigfutter kann es zu Hygieneproblemen kommen. Auch bei Trockenfutter können Verunreinigungen durch Vogelkot oder Schimmelnester den Schweinen auf den Magen schlagen. Die Folgen: Minderleistungen durch eine eingeschränkte Futteraufnahme, Schwächung der körpereigenen Abwehr durch Pilztoxine und im Extremfall sogar Totalausfälle.

Die größten Probleme ergeben sich dort, wo Futter mit Vogelkot oder Kondenswasser in Kontakt kommt. Kondenswasser entsteht im Winter, wenn warme Luft auf kältere Oberflächen trifft. Aus Feuchtigkeit und organischem Material entsteht dann Schimmel. Dies kann in Außensilos der Fall sein, aber auch in der Futtermaschine, in den Rohrleitungen oder im Futterautomat. Schimmelbildung lässt sich insbesondere in Außensilos niemals ganz verhindern, sondern allenfalls reduzieren.

Die folgenden Tipps zeigen Ihnen, wie Sie diese Probleme vermeiden.

Sauberes Getreide verfüttern

Verfüttern Sie grundsätzlich nur gereinigtes Getreide. Denn verunreinigtes Futter kann zum Aufblähen und plötzlichen Verenden der Tiere führen. Besonders gefährdet sind frohwüchsige Herkünfte. Zudem sollten Sie die Schmachtkörner herausreinigen, da sie besonders stark mit Toxinen belastet sein können.

Idealerweise reinigen Sie das Getreide mit einem Windsichter (siehe Bild ganz rechts) bereits beim Einlagern. Denn auch die Lagerqualität leidet durch Verunreinigungen (siehe kleines Bild). Kostengünstiger ist das Reinigen vor dem Mahlen. Dann reicht ein Windsichter mit deutlich geringerer Leistungsfähigkeit.

g Verunreinigungen durch Vogelkot verhindern

In Hallen gelagertes Getreide lockt Vögel an. Über den dabei anfallenden Vogelkot gelangen insbesondere Salmonellen...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Traktor von gestern. Technologie von morgen.

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen