ASP-Ausbrüche auf den Philippinen bestätigt

Die philippinischen Behörden haben bestätigt, dass die auf mehreren Farmen rund um Manila gefundenen toten Schweine tatsächlich mit der Afrikanischen Schweinepest infiziert waren.

Nun ist es amtlich: Die ungewöhnlich hohe Sterblichkeit bei Schweinen in einigen Hinterhoffarmen rund um Manila ist tatsächlich auf die Afrikanische Schweinepest zurückzuführen. Der philippinische Landwirtschaftsminister Dr. William Dar hat das inzwischen bestätigt. Blutproben von den verendeten Schweinen, die zur PCR-Untersuchung nach Großbritannien geschickt wurden, haben den Verdacht bestätigt. Von 20 untersuchten Blutproben waren 14 ASP-positiv, meldet das Onlinemagazin Pig Progress.

Der überwiegende Teil der Proben stamme aus den Provinzen Rizal und Bulacan. In den betroffenen Gebieten wurden im 1 km-Radius rund um die Fundorte inzwischen gut 7.400 Schweine gekeult. Wie das ASP-Virus über das Meer auf die Philippinen eingeschleppt wurde, ist noch unklar. Die Behörden vermuten, dass der Erreger über Speisereste oder flüssige Abfälle aus Hotels und Restaurants, die an Schweine verfüttert werden bzw. über importierte Schweinefleischprodukte ins Land gelangte.

Nach dem asiatischen Teil Russlands, China, Nordkorea, der Mongolei, Vietnam, Kambodscha, Laos und Myanmar sind die Philippinen nun das neunte asiatische Land, das von der Afrikanischen Schweinepest heimgesucht wird. Im Jahr 2017 wurden auf den Philippinen 12,4 Mio. Schweine gehalten. Nur schätzungsweise 4,7 Mio. Tiere davon steht in kommerziellen Schweinefarmen. Der überwiegende Teil, rund 8 Mio. Schweine, fristet sein Dasein in kleinen Hinterhofhaltungen.

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Artikel geschrieben von

Henning Lehnert

Redakteur Schweinehaltung

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