ASP: in Tschechien beendet, in China außer Kontrolle

Das ASP-Geschehen in der Tschechischen Republik wird nach mehr als sechs Monaten ohne neue Fälle von der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) für beendet erklärt.

Am 21. Juni 2017 trat der erste Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in der Tschechischen Republik auf. Seit dem 19. April 2018 gilt das Geschehen nun offiziell als beendet. Nach Angaben der tschechischen Behörden wurde die ASP während der gesamten Ausbruchperiode bei 230 Wildschweinen nachgewiesen. Der Virusnachweis erfolgte bei 212 von 433 tot aufgefundenen Wildschweinen und bei 18 von 3526 von Jägern getöteten Wildschweinen. Alle Fälle befanden sich im Hochrisikogebiet, das eine Größe von nur 89 km² aufweist.

Durch die intensive Bejagung im eingezäunten Hochrisikogebiet hat sich der Wildschweinebestand von 150 bis 200 Tiere im Juli 2017 auf etwa 12 bis 20 Tiere im August 2018 reduziert. Die amtlichen Kontrollen sollen weiter fortgeführt werden. Sie umfassen die Untersuchung aller toten Schweine oder Wildschweine, die Einschränkung von Tiertransporten sowie die intensive Bejagung und aktive Suche nach toten Wildschweinen.

In China hingegen breitet sich die Seuche weiter aus und hat inzwischen auch die Hauptstadt Peking erreicht. Nach Angaben des Chinesischen Landwirtschaftsministeriums (MARA) ist Peking die 20. Region, in der die ASP grassiert. Das MARA vermutet, dass die Dunkelziffer der ASP-Ausbrüche in China noch weitaus höher liegt.

In Thailand hat die Abteilung für Nutztier-Entwicklung (DLD) des Thailändischen Landwirtschaftsministeriums bestätigt, dass das Virus in einer Wurst nachgewiesen wurde. Die Wurst haben die Behörden auf dem Flughafen Chiang Rai im Norden Thailands im Gepäck eines chinesischen Reisenden aus der Provinz Sichuan sichergestellt. Die thailändischen Behörden kündigten Alarmbereitschaft an.

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