Afrikanische Schweinepest

ASP in Westpolen: 80 Kilometer von Grenze zu Brandenburg

Nicht weit von der deutsch-polnischen Grenze zu Brandenburg ist am Donnerstag bei einem tot aufgefundenen Wildschwein Afrikanische Schweinepest festgestellt worden. Das BMEL mahnt zur Vorsicht.

Der polnische Veterinärdienst hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) heute darüber informiert, dass am Donnerstag (14. November) bei einem tot aufgefundenen Wildschwein in der Woiwodschaft Lebus, im Kreis Wschowski – etwa 80 Kilometer entfernt von der Grenze zu Brandenburg – Afrikanische Schweinepest festgestellt wurde. Seit fünf Jahren gibt es ein Seuchengeschehen im Osten von Polen, das ungefähr 250 km von dem jetzigen Fall entfernt ist. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft stehe dazu in ständigem Austausch mit den polnischen Behörden und der EU-Kommission.

Bisher kein Fall in Deutschland

Die Afrikanische Schweinepest stellt seit einigen Jahren auch für Deutschland eine Bedrohung dar, weshalb für das Ministerium die Prävention an erster Stelle stehe. Unter anderem wurde eine mehrsprachige Aufklärungskampagne gestartet, bei der online und mit Flyern und Plakaten auch an Tank- und Rastplätzen informiert wird. Denn die unachtsame Entsorgung von mit ASP-kontaminierten Schweinefleischerzeugnissen kann zum Beispiel eine Infektionsquelle für Wildschweine sein.

Vorsicht geboten!

Das BMEL weist erneut auf die strikte Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen in den Schweine-haltenden Betrieben hin. Zudem werden die Jagdausübungsberechtigten nochmal dazu aufgefordert, verendet aufgefundene Wildschweine den jeweils zuständigen Behörden anzuzeigen, um eine entsprechende Untersuchung sicherzustellen.

Artikel geschrieben von

Christina Lenfers

Redakteurin top agrar Online

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von Guido Müller

Nach Ansicht von NABU soll die Jagd auf die vier Monate September bis Dezember eingeschränkt werden. Info-Papier: Ausrichtung der Jagd in Deutschland Kontakt: NABU-Bundesverband Stefan Adler, Waldreferent Christine Tölle-Nolting, Referentin für Agrarpolitik und ländliche Räume "...Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat im Juni 2012 in einem endgültigen Urteil entschieden, dass die deutschen Jagdrechtsbestimmungen bezüglich der Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften den in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankerten Schutz des Eigentums verletzen. Allen Grundeigentümern und somit auch Tier- und Naturschutzverbänden ist nach Ansicht des NABU daher grundsätzlich das Recht einzuräumen, die Jagd auf ihren Flächen aus Gründen des Natur- und Artenschutzes sowie aus Gewissensgründen einzuschränken oder gänzlich zu untersagen. Unberührt davon bleiben Maßnahmen des Wildmanagements, die aus übergeordneten fachlichen Gründen (z.B. Naturschutz, Wildfolge, Tierseuchen, etc.) notwendig sind und durch die zuständige Behörde im Einzelfall nach Abwägung aller Belange angeordnet werden können. XXXXXXXX ...Jagdzeiten Jagd ist so störungsarm wie möglich durchzuführen. Nach diesem Grundsatz sind die Jagdzeiten deutlich zu kürzen und zeitlich zu harmonisieren. Bei der Jagd auf Paarhufer sind effektive Jagdmethoden mit minimalen Beeinträchtigungen anzuwenden, wie z.B. Intervalljagden und Bewegungsjagden, da sich in der langen Zeit der Jagdruhe die Stressbelastung für die Tiere wieder abbaut."

von Guido Müller

Regierungsaufgabe

ist es, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um Schaden abzuwenden. Thüringen: "...In den Jagdbezirken des Kreises habe man Erfolge erzielt. Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) kritisiert jedoch, dass das beim Thüringen Forst und bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt-Naturerbe – ihnen würden die größten Flächen im Kreis gehören – nicht der Fall sei. Dort erlege man zu wenig Tiere und es gebe eine Schonzeit von bis zu sechs Monaten...." Da stellt sich die Frage, was bringt uns ein "Grüner " Kanzler(in) - mehr "Klimaschutz" und ASP.

von Karlheinz Gruber

Ein Bericht vom NDR letztes Jahr

über die Wildschweine auf Usedom https://www.youtube.com/watch?v=b72N7i-PmcA, Wenn so die Polnische Bekämpfung der ASP aussieht, dann bin ich aber für eine harte Grenze mit Zaun, Grenzkontrollen und sofortiger Vernichtung bei Einfuhr von Lebensmitteln aus den Oststaaten, die keine Bekämpfung der ASP durchführen. Des weiteren Nachweis der Personen, das sie die letzten 3 Wochen nicht mit Schweinen usw im Kontakt waren. Die Polen bekämpfen anscheinend überhaupt nicht die Wildschweine. Da muß man Tschechien loben. Sehr hoch loben. Die wissen wie Verantwortung geht. Wo ist denn eigentlich unsere Politik. Ach ja, alle abgetaucht aus Angst vor den Demonstrationen....

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