Afrikanische Schweinepest

ASP: Neue Kernzone in Oder-Spree?

Im Landkreis Oder-Spree werden immer weniger ASP-infizierte Wildschweine gefunden. Gleichzeitig droht jedoch die Ausweisung einer neuen Kernzone.

Der Landkreis Oder-Spree ist bislang die am stärksten von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffenste Region in Brandenburg. Mehr als 580 infizierte Wildschweine wurden dort bisher entdeckt. Das entspricht mehr als der Hälfte alle ASP-Funde im Land Brandenburg.

Entnahme aus den Weißen Zonen verläuft schleppend

Die intensiven Zaunbaumaßnahmen zeigen jedoch Wirkung. Aktuell werden dort immer weniger tote Wildschweine entdeckt. Und wenn, dann handele es sich um frisch verstorbene Tiere, keine Kadaver, die bereits Tage oder Wochen in den Restriktionszonen lagen, berichtet die Märkische Oderzeitung (MOZ). Das sei ein Zeichen für die gute Fallwildsuche und mache Hoffnung, dass man die Tierseuche bald in den Griff bekomme.

Die Entnahme der Wildschweine aus den Weißen Zonen verlaufe jedoch schleppend. Das Aufspüren der Tiere sei alles andere als einfach. Auch wenn die Schwarzkittel in die zahlreich aufgestellten Fallen tappen, seien sie jedoch häufig bereits wieder verschwunden, bevor die Jäger vor Ort seien, um die Fallen auszulösen.

Dritte Kernzone rund um Finkenheerd?

Sorge bereiten den zuständigen Amtsveterinären laut MOZ zudem zwei positiv auf das ASP-Virus getestete Wildschweine in Brieskow-Finkenheerd. Man gehe davon aus, dass die Tiere aus der infizierten Population in Frankfurter Stadtgebiet aus Richtung Güldendorf eingewandert seien. Endgültig geklärt sei das aber bisher nicht. In dem genannten Bereich finde daher derzeit eine intensive Fallwildsuche statt. Vom Ergebnis hänge unter anderem ab, ob um Finkenheerd eine dritte Kernzone im Kreis Oder-Spree eingerichtet werden müsse.

Insgesamt wurden bisher (Stand 11.06.21) in Brandenburg und Sachsen 1.253 ASP-infizierte Wildschweine entdeckt. Die Hausschweinebestände sind nach wie vor ASP-frei.


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