Schweine

China: Schweinebestand wächst weiter

Der Zuchtsauenbestand in der Volksrepublik steigt seit Herbst letzten Jahres. Die Produktion im tierischen Veredelungssektor läuft nach den Einschränkungen durch das Coronavirus nun wieder.

In China hat sich der Schweinebestand im Februar weiter erholt. Wie der gemeinsame Präventions- und Kontrollausschuss des Staatsrates kürzlich bei einer Pressekonferenz in Peking berichtete, nahm der Zuchtsauenbestand im Februar gegenüber dem Vormonat um 1,7 % zu. Das war der fünfte monatliche Anstieg in Folge, der sich seit September 2019 insgesamt nun auf 10 % beläuft. Erstmals seit dem vergangenen Herbst erhöhte sich in den großen Betrieben mit mehr als 500 Schweinen auch die Zahl der geborenen Ferkel, und zwar um 3,4 % gegenüber Januar. Insgesamt wuchs der Schweinebestand nach Regierungsangaben im Monatsvergleich um 2,8 %. Das sei saisonal untypisch, denn normalerweise nehme die Zahl der gehaltenen Schweine nach dem Frühlingsfest ab.

Produktion im tierischen Veredlungssektor wiederaufgenommen

Gute Nachrichten gab es auch bezüglich der Wiederaufnahme der Produktion im tierischen Veredlungssektor, die im Zuge der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus gelitten hatte. Dem chinesischen Landwirtschaftsministerium zufolge hatten bis Mitte März 87 % der gut 9 700 zugelassenen Futtermittelunternehmen ihre Tätigkeit wiederaufgenommen; von den Tierarzneimittelherstellern waren es 85 %. Zudem wird nach Regierungsangaben bei den insgesamt 5 520 Schweineschlachtunternehmen in 87 % der Betriebe wieder weitgehend normal gearbeitet. Normalisiert hat sich die Versorgungslage mit heimischen Schweinefleisch allerdings noch lange nicht. So wurden laut Analysten im Februar in elf großen börsennotierten Unternehmen insgesamt 15,3 Millionen Schweine produziert, was im Vergleich zum Vorjahresmonat noch einen Rückgang von 39 % bedeutete.

Regierung bei Produktionszuwächsen zuversichtlich

Die chinesische Regierung bleibt jedoch bezüglich der Produktionszuwächse im weiteren Jahresverlauf optimistisch. Neben den zahlreichen staatlichen Hilfen dürfte dazu auch die hohe Rentabilität der Schweinemast beitragen. Normalerweise liege die Gewinnschwelle bei einem Verhältnis von Schlachtschweinepreis zu Futtermittelpreis von sechs zu eins; im Moment betrage diese Relation jedoch 18 zu eins. Der Schlachtschweinepreis in China ist in den vergangenen Wochen jedoch schrittweise gesunken. Mitte Februar waren für Tiere im Landesmittel noch 37,9 CNY/kg Lebendgewicht (4,98 Euro) erlöst worden; am Montag vergangener Woche (23.3.) waren es nur noch 35,6 CNY/kg (4,68 Euro).