Geschäftsjahr

Danish Crown macht Rekord-Umsatz und stabile Gewinne

Der Danish Crown-Konzern steigerte Umsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2021/22. Die landwirtschaftlichen Eigner bekommen nun rund 225 Mio. € Dividende ausbezahlt.

Im Geschäftsjahr 2021/22 hat Danish Crown mit 64,2 Mrd. DKK etwa 10 % mehr umgesetzt. Auch das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich leicht von 2,82 Mrd. DKK auf 2,89 Mrd. Das sind umgerechnet gut 380 Mio. € und nicht selbstverständlich in der aktuellen Phase. Denn aufgrund der historisch hohen Preise für Energie, Transport und Verpackungen sind auch die Kosten um insgesamt 1,5 Mrd. DKK gestiegen, wie das Unternehmen berichtet.

"In einem Jahr mit markanten Herausforderungen fahren wir ein stabiles Ergebnis ein. Wir blicken auf ein beispiellos schwieriges Geschäftsumfeld zurück. Kaum hatten wir COVID-19 hinter uns gelassen, da traf uns die Inflation, und das viel schwerwiegender als erwartet. Vor diesem Hintergrund ist unser Ergebnis durchaus akzeptabel", sagt Jais Valeur, Group CEO von Danish Crown.

Üppige Dividende für die Bauern

Der überwiegende Teil des Gewinns von Danish Crown wird an die Eigentümer - die dänischen Landwirte - als Nachzahlung für die Lieferungen von Schweinen und Rindern ausgeschüttet. Der Aufsichtsrat schlägt eine Nachzahlung bzw. Gewinnausschüttung entsprechend der im Vorjahr geleisteten vor, so dass insgesamt 1,7 Milliarden DKK an die Anteilseigner ausgezahlt werden. Das sind umgerechnet 226 Mio. €.

"Wir haben uns sehr dafür ins Zeug gelegt, eine Preiserhöhung unserer Produkte durchzusetzen. Obwohl wir beträchtliche Preiserhöhungen erzielt haben, reichen diese nicht aus, um die Finanzlage der Höfe abzusichern, denn die Inflation belastet auch die Höfe sehr stark. Der Absatz an unseren wichtigen Hochpreismärkten außerhalb Europas wurde durch ein großes weltweites Angebot an Schweinefleisch erschwert. Daher sind weitere Preiserhöhungen und die gezielte Ausrichtung auf ein strenges Kostenmanagement erforderlich", so Jais Valeur.

Gute Geschäfte bei Rindfleisch

Danish Crown Beef blickt auf ein sehr gutes Jahr zurück. Ein geringes Rindfleischangebot in Europa sorgte für hohe Preise, und Danish Crown Beef hat nicht nur den Betrieb seines dänischen Kerngeschäfts, sondern auch der beiden Schlachthöfe in Deutschland sowie der Scan-Hide, die Rinderhäute für die Lederindustrie verarbeitet, optimieren können.

Auch die Tochter DAT-Schaub, die Teile des Schweins zu Lebensmittelzutaten und Rohstoffen für die Pharmaindustrie verarbeitet, verzeichnet einen rekordverdächtigen Gewinn und setzt damit ihr beeindruckendes Wachstum fort.

Eigenmarken laufen derzeit besser

"Das müssen wir durch ein strenges Kostenmanagement und die gezielte Fokussierung auf unsere Kernmärkte korrigieren. Da die Inflation derzeit die Kaufkraft der Verbraucher untergräbt, machen Eigenmarken und Discountprodukte einen größeren Anteil am Gesamtumsatz aus. Daran dürfte sich kurzfristig nichts ändern. Wir profitieren davon, dass wir ein gut investiertes Unternehmen sind, mit einem guten Ruf für qualitativ hochwertige Produkte. Aber wir wissen auch, dass wir ständig besser werden können und dieses Potenzial ausschöpfen müssen", sagt Jais Valeur.

Klimabilanz soll verbessert werden

In enger Zusammenarbeit mit den Anteilseignern der Genossenschaft setzt sich Danish Crown gezielt dafür ein, die Klimabilanz von Schweine-, Kalb- und Rindfleisch zu verbessern.

Gleichlaufend zu diesen Bemühungen hat der Konzern Anfang 2022 sein erstes großes Sortiment an pflanzlichen Fleischalternativen auf den dänischen Markt gebracht. Die Produkte werden unter der Marke Den Grønne Slagter verkauft und haben sich am Markt schnell etabliert. Obwohl die Inflation dem Absatz vieler Nischenprodukte einen Dämpfer aufgesetzt hat, entwickelt sich der Absatz der pflanzlichen Fleischalternativen weiterhin so, wie im Vorfeld der Lancierung erwartet.

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