EU fordert von Rumänien intensivere ASP-Bekämpfung

EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis hat von Rumänien ein intensiveres Vorgehen gegen die dort grassierende Afrikanische Schweinepest (ASP) gefordert. Vor dem Hintergrund von mehr als 250 ASP-Ausbrüchen im rumänischen Donaudelta allein in den vergangenen Tagen sei dies von größter Wichtigkeit.

EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis hat von Rumänien ein intensiveres Vorgehen gegen die dort grassierende Afrikanische Schweinepest (ASP) gefordert. Vor dem Hintergrund von mehr als 250 ASP-Ausbrüchen im rumänischen Donaudelta allein in den vergangenen Tagen sei dies von größter Wichtigkeit, betonte der Litauer vor einer Woche beim Agrarrat in Brüssel. Mit Sorge beobachtet Andriukaitis auch die Ausbreitung des Virus im nördlichen Grenzgebiet Rumäniens. Einzelne Ausbrüche seien hier weniger als 200 km von sehr großen, kommerziellen Schweinefarmen entfernt.
 
Zuvor hatte Rumäniens Landwirtschaftsminister Petre Daea mehr Solidarität und Finanzhilfen bei der ASP-Bekämpfung gefordert. Andriukaitis wiederum appellierte an die rumänische Delegation, amtliche Stellen sektorenübergreifend einzubinden, um die Durchsetzung veterinärmedizinischer Maßnahmen sicherzustellen. Zudem forderte er Daea auf, die vielen Kleinbetriebe stärker kontrollieren zu lassen. Darüber hinaus müsse Bukarest ein besonderes Augenmerk auf mögliche illegale Vermarktungswege für Schweine und Schweinefleisch aus Drittstaaten wie der Ukraine und Moldawien richten.
 
Polens Landwirtschaftsminister Jan Krzystof Ardanowski stellte angesichts der Forderung Bukarests nach Sonderhilfen fest, dass auch sein Land massiv von der ASP betroffen sei. Ungarn bekräftigte als direkter Nachbar Rumäniens, dass ein möglichst frühzeitiger Nachweis der Erkrankung besonders wichtig für eine erfolgreiche Seuchenbekämpfung sei. Derweil schloss sich Dänemark der Forderung des Kommissars nach einer strengeren Kontrolle von Kleinlandwirten an.

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