Fachpersonal: Persönlicher Kontakt macht’s Premium

In Deutschlands Sauenställen arbeiten viele Quereinsteiger. Sie findet man am besten über persönliche Kontakte. Diese und weitere spannende Erkenntnisse liefert eine Umfrage der Universität Göttingen unter 143 Sauenhaltern.

In Deutschlands Sauenställen arbeiten viele Quereinsteiger. Sie findet man am besten über persönliche Kontakte. Diese und weitere spannende Erkenntnisse liefert eine Umfrage der Universität Göttingen unter 143 Sauenhaltern. Details erklären Katharina Schlosser, Nele Kruse, Merle zu Knyphausen und Prof. Dr. Ludwig Theuvsen von der Uni Göttingen. Es ist kein Geheimnis: Deutschlands Sauenbetriebe wachsen unaufhaltsam weiter. Heute stehen bereits rund 42% der Sauen in Betrieben, die mehr als 500 Sauen halten. Die Folge: Die Betriebe brauchen Mitarbeiter, um die Arbeit in den Ställen bewältigen zu können. Doch wie findet man gute Fremdarbeitskräfte? Wie hält und motiviert man sie? Und welche Möglichkeiten gibt es noch, um die Arbeit zu erledigen? Zum Thema Personalmanagement hat die Universität Göttingen eine deutschlandweite Befragung von 143 Sauenbetrieben mit und ohne Fremdarbeitskräften (Fremd-AK) durchgeführt. Knapp ein Drittel der befragten Betriebe hält mehr als 500 Sauen. Auf 36% der Betriebe stehen zwischen 250 und 499 Sauen. Das restliche Drittel wirtschaftet mit weniger als 250 Sauen. Insgesamt beschäftigen 86% der befragten Betriebe Fremdarbeitskräfte in Form von Voll- und Teilzeitkräften sowie als Auszubildende. Der Ausbildung widmet sich die Hälfte der befragten Betriebe mit durchschnittlich 1,38 Auszubildenden. Rund 28% der Befragten beschäftigt einen Mitarbeiter. Auf 38% der Betriebe sind mittlerweile zwei bis drei Fremd-AK tätig. Ein Viertel hat sogar vier bis acht Mitarbeiter angestellt. Und 10% der Betriebe beschäftigen inzwischen neun oder mehr Fremdarbeitskräfte. Wenig Fachkräfte Interessant ist, dass lediglich 44% der angestellten Teilzeitkräfte eine landwirtschaftliche Lehre abgeschlossen haben. Bei den Vollzeitkräften besitzen sogar nur 23% eine landwirtschaftliche Ausbildung. Ein Großteil der Mitarbeiter sind also Quereinsteiger in die Ferkelerzeugung. Das bedeutet aber auch: Es wird anscheinend immer schwieriger, qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen, die zumindest eine landwirtschaftliche Ausbildung absolviert haben. In der Tat nennt das jeder zweite Befragte als Problem für seinen Betrieb. Mitarbeiter für einfache Tätigkeiten, die keine landwirtschaftliche Ausbildung erfordern, lassen sich hingegen leichter finden. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, können sich mehr als zwei Drittel der Befragten vorstellen, ausländische Fremdarbeitskräfte einzustellen bzw. beschäftigen diese bereits. Traditionelle Mitarbeitersuche Doch wie finden die ...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Artikel geschrieben von

Aus dem top agrar-Magazin

Schreiben Sie Aus dem top agrar-Magazin eine Nachricht

Feinstaub-Kritik: "Schuldzuweisungen an die Landwirtschaft sind absurd"

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen