Hilferuf

Ferkelerzeuger zeigt sich wegen überfülltem Stall selbst an Plus

Die ganze Schweinekette ist aus den Fugen: Die Tiere wachsen und werden doch nicht abgenommen. Ein Landwirt hat sich nun selbst beim Kreis wegen Tierschutzverstößen angezeigt, mit überraschender Folge

Durch die coronabedingt reduzierten Schlachtkapazitäten in der Fleischbranche können viele Schweinemäster ihre Tiere nicht wie gewohnt zum Schlachthof bringen. Sie müssen mit reduzierter Fütterung im Stall verbleiben.

Das hat auch Folgen für die Ferkelerzeuger, die auf ihren schnellwachsenden Tieren sitzen bleiben.

Als Hilferuf hat sich nun ein Landwirt aus Emsbüren selbst wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz beim Landkreis Emsland angezeigt. Laut NDR drängen sich in den Ferkelbuchten bis zu 70 Tiere - mehr als das Doppelte des Erlaubten. In zwei Wochen wird es dann...

Die Redaktion empfiehlt

Heribert Breker von der Landwirtschaftskammer NRW beantwortet die Frage, wo der aktuelle Schweinestau herkommt. Hintergrund: Die Schlachtbranche sagt, sie sei bei 95 % der alten Kapazitäten...

Schlachthofschliessung

Corona: Tönnies-Schlachthof Weidemark in Sögel darf doch schlachten

vor von Gerburgis Brosthaus

Die Schließung des Tönnies-Schlachthofs Sögel scheint vom Tisch. Am Montag sollen rund 5.000 Schweine geschlachtet werden, so Bernd Terhalle von der EG für Qualitätsvieh Hümmling.

Beim Branchengespräch zwischen Politik und Wirtschaft ging es um die Zahlen: Wieviele Schweine stehen in den Ställen, wie groß ist der Stau, wieviel kommen noch? Und wo sind die Managementpläne?


Diskussionen zum Artikel

von Willy Toft

Eine kaum zu ertragende Situation, zeugt vom Hilferuf des Ferkelerzeugers!

Er erzwingt praktisch eine Reaktion der Behörden, gegen ihm selber. Es ist Bezeichnend, und zeigt das Dilemma auf, indem sich der Sauerhalter befindet! Ob Corona oder ASP, alles wirkt hier auf die Landwirtschaft ein, hier wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, und Keiner weiß was es ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Berichtigung

es sollte heißen: weiterarbeiten sollen

von Rudolf Rößle

Auch

auf den Dörfern mehren sich die Coronafälle mit Quarantäne. Irgendwann wird man sich überlegen müssen, dass bestimmte Branchen mit Coronafällen ohne Symptome nicht weiterarbeiten sollen, um nicht andere schlimmere Auswirkungen zu verhindern.

von Gerhard Steffek

Fehleinschätzung -

wenn in zwei Wochen 1.500 Ferkel dazukommen, dann zeigt sich hier eine Fehleinschätzung der Auswirkungen von Corona. Aber wenn wir hier im Kleinen schon mal solche Fehleinschätzungen haben, welche haben wir dann im Großen, die eben gerade solche Kleinen geradezu erzwingen?

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