Fleischwirtschaft

Grüne fordern einheitliche Schlachthofabgabe

Die Grünen wollen wieder ein System aus vielen dezentralen Schlachthöfen etablieren. Helfen soll eine einheitliche Schlachthofabgabe. Auch Linke und Freie Wähler arbeiten an ähnlichen Konzepten.

Die agrarpolitischen Sprecher der Grünen aus Bund und Ländern schlagen in einem Autorenpapier ein Maßnahmenpaket für einen Umbau von Schlachtbetrieben und Tierhaltung vor. Kern des Konzeptes ist die Etablierung einer Struktur aus vielen mittelständischen Schlachtunternehmen.

40% der Schlachtungen in kleinen und mittelständischen Strukturen

„Das regionale Fleischhandwerk sollte gezielt gefördert werden, sodass mittelfristig mindestens 40 % der Schlachtungen in kleinen und mittelständischen Betriebsstrukturen stattfinden“, heißt es in dem Autorenpapier, das top agrar vorliegt. Derzeit werden in Deutschland knapp 80 % der Schweine in zehn Unternehmen geschlachtet. Strukturen, die aktuell große Unternehmen der Branche bevorteilen, wollen die Grünen zugunsten kleiner und mittelständischer Unternehmen verändern.

Bundesweit einheitliche Schlachtabgabe

In Zukunft sollte laut den Autoren pro geschlachtetes Tier eine Schlachtabgabe durch die Bundesländer erhoben werden, die unabhängig von der Größe des Betriebes einheitlich ist. Eine solche...


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Diskussionen zum Artikel

von Hermann Helmers

mit Abgaben dem Staat noch mehr Blödsinn bezahlbar machen?

Der Staat hat die kleinen Schlachthöfe mit ihren Auflagen zum Aufgeben gezwungen und jetzt wundern sie sich..... Wann werden wir normalen Menschenverstand bei den Behörden bzw den Politikern erwarten können? Das Kind ist schon in den Brunnen gefallen und seit Jahren tot. Wir brauchen ... mehr anzeigen

von Eckard Wendt

Akkordschlachtungen missachten die Würde der Schlachter und die Ehrfurcht vor den Tieren.

Was auf den Großschlachthöfen abgeht entwürdigt die dort Tätigen und die Tiere. Nur dann, wenn die Tiere wieder verbrauchernah beim örtlichen oder regional tätigen Schlachter angeliefert und geschlachtet werden, kann über die räumliche Nähe Achtung für die Tätigkeit der ... mehr anzeigen

von Markus Grehl

Entwürdigung?

Klar dass die Tätigkeit am Schlachtband ein harter Job ist. Was jedoch dabei entwürdigend für die Arbeiter sein soll kann ich nicht nachvollziehen. Dies kann ich aus eigener Erfahrung am Schlachtband mit Überzeugung behaupten. Leider wird die Tätigkeit mittlerweile schlecht bezahlt ... mehr anzeigen

von Bernd Nienhaus

Es ist eine Mammutaufgabe!

Jetzt wird nur über die Schlachthöfe gesprochen. Das ganze System Lebensmittelerzeugung, Verarbeitung und Handel muss aber geändert werden. Solange wir noch so viel Nahrungsmittel vernichten und einige Große das Geld verdienen, kann kein anderes System funktionieren. Nur mit ... mehr anzeigen

von Eckard Wendt

Wer sind "die Fachleute"?

Was heißt "Fachleute müssen gefragt werden"? Sind es nicht Fachleute gewesen, die uns dahin gebracht haben, wo wir heute sind? Lebensmittels sind fast nichts mehr wert, denn sie werden zu Ramschpreisen verkauft. Höchste Ansprüche an äußere Qualitäten wurden den Verbrauchern ... mehr anzeigen

von Michael Prantl

Schlachthöfe und Bäckereien

Erst alles Groß..... Groß..... noch Größer... und jetzt Konkurse bei Bäckereien. Schaut einmal bei den Großbäckereien hinter die Kulissen wie da die Ratten rumspringen. Ist es vielleicht bei den Großschlachthöfen anders? Jetzt wie schon richtig geschrieben lernt doch fast kein ... mehr anzeigen

von Renke Renken

Die Gier

einzelner bringt das ganze System zum Kippen, und nicht ein Politiker merkt das , da kommt nur stimmensammelnde Polemik

von Berthold Lauer

Passt!

Lasst sie weiterträumen! Die bringen uns sicher auch wieder die kleine Dorfbäckerei, den Schmied und den Tante Emma Laden zurück!

von Reiner Matthes

leider will von denen

zwar jeder dort einkaufen, aber keiner will dort ernsthaft arbeiten. Die suchen sich lieber nen Job als Naturparkranger (bezahltes Spazierengehen).

von Markus Grehl

Personal

Woher soll den das ganze Personal für diese Träumereien kommen? Der Fleischernachwuchs ist sehr dünn gesät. Wer das nicht glaubt soll mal in den wenigen verbliebenen Beruffsschulen, welche noch Fleischerklassen mit 5 Auszubildenden pro Jahrgang haben, nachfragen. Oder muss dann die ... mehr anzeigen

von Reiner Matthes

das Personal gibt es.

Und zwar dort, wo derzeit Ställe und Schlachthauskapazitäten in Größenordnungen aufgebaut werden: Polen, Rumänien, Bulgarien, etc. . Und die Arbeiter brauchen dann auch keine Werkverträge mehr. Sie können dann für das halbe Geld in ihrer Heimat arbeiten.

von Gerd Uken

Schlachthof alleine reicht ja nicht

Die Zerlegung muss dann auch vor Ort sein. Tönies karrt ja auch geschlachtete Tiere zum Zerlegebetrieb Außerdem wie will man das finanzieren? Schlachtabgabe? Stückkosten werden dann auch höher liegen. Es wird Wunschdenken bleiben

von Bernhard ter Veen

Politik und Verwaltung

haben das "JETZT" doch in den letzten 25 zurückliegenden Jahre VERURSACHT und die angeprangerte Zentralisierung mit den Argumenten z.B. Seuchenhygiene, Kontrollstrukturen usw eben genau DAFÜR herangezogen. Und jetzt soll das Gegenteil der Fall sein? ...Mainstream gesteuerte ... mehr anzeigen

von Josef Doll

Ich bin dafür

Das sollen die bezahlen sollen die die kleinen Schlachthöfe vorher unter fadenscheinige Vorwürfen und Auflagen in das aus getrieben haben !! Ich gehe auch davon aus und das in weißer Voraussicht das in 15 Jahren auch wieder kleine Höfe gefordert werden. Nur diese Forderung (en ) ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

kleine Höfe????

Das fordern doch die Grünen schon die ganze Zeit. Stichwort "bäuerliche Landwirtschaft". Aber statt das sie dann entsprechende Nägel mit Köpfen machen, die diesen Betrieben wirklich helfen, schmieden sie mit ihren Vorschriften für Pflanzen -und Insektenschutz, Tierwohl etc. ein ums ... mehr anzeigen

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