Ferkelkastration

Isofluran: DLG zertifiziert drei weitere Narkosegeräte

Wenige Wochen vor dem Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration in Deutschland hat die DLG drei weitere Isofluran-Narkosegeräte für die Ferkelkastration zertifiziert.

Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat drei weitere Isofluran-Narkosegeräte für die Ferkelkastration zertifiziert. Wie die DLG in der vergangenen Woche mitteilte, handelt es sich dabei um die Geräte „Anestacia O2“ von GDO und“ MS Pigsleeper 360° Kompakt“ sowie „BIZA Premium“ des Herstellers MS Schippers. Bei den drei geprüften Gerätetypen handelte es sich um insgesamt fünf Varianten der bereits zertifizierten Grundgeräte Anestacia und MS Pigsleeper, weshalb in einem Nachzertifizierungsverfahren nur Teile des DLG-Prüfprogramms absolviert werden mussten. Dabei ging es vorrangig um die Narkosetiefe und die Messung der Verbräuche. Aufgrund der veränderten Konstruktion durch Zusammenführung der vormals getrennten Zentral- und Operationseinheiten wurden mit dem MS Pigsleeper Kompakt 360° auch Arbeitsplatzmessungen durch das Prüfinstitut Eurofins durchgeführt. Bei der mit einem Kompressor arbeitenden Variante Anestacia O2 konnte der Isofluranverbrauch bei vergleichbarer Betäubungstiefe auf 0,44 ml pro Ferkel reduziert werden.

Nach den erfolgreich abgeschlossenen Tests konnte die DLG-Expertenkommission für alle fünf nachzertifizierten Gerätevarianten bescheinigen, dass sie die Vorgaben des DLG-Prüfrahmens „Narkosegeräte für die Ferkelkastration“ einhalten. Damit erfüllen die Geräte die Anforderungen an die Funktionssicherheit und wesentliche Aspekte des Tierschutzes, der Anwendersicherheit und des Umweltschutzes. Einer Förderung aus dem Bundesprogramm Ferkelnarkosegeräte, die landwirtschaftliche Betriebe für die Anschaffung dieser Geräte erhalten, steht damit laut DLG nichts mehr im Weg.