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Kastenstand: Landvolk kritisiert G-Länder

Die Sauenhalter brauchen endlich Rechts- und Planungssicherheit, fordern mehrere Landesbauernverbände.

Die Kritik an der erneuten Vertagung der Abstimmung über eine Neuregelung der Kastenstandhaltung im Bundesrat ist auch in der vergangenen Woche nicht abgerissen. „Bauern und Tierhalter brauchen neben den Übergangsfristen vor allem Planungssicherheit und Bestandsschutz für ihren jeweiligen Tierhaltungsbereich, nur dann können sie investieren“, erklärte der Vizepräsident vom Landvolk Niedersachsen, Jörn Ehlers.

Landvolk fordert endlich Planungssicherheit

Der Landvolk -Vizepräsident wertete es zwar als positives Zeichen, dass im Rahmen des Konjunkturprogramms die Landwirtschaft nicht vergessen worden sei. Gerade beim Kastenstand benötigten die Sauenhalter dringend finanzielle Unterstützung. „Aber wir brauchen vor allem Rechts- und Planungssicherheit, damit die Landwirte ihre Betriebe auf lange Sicht zukunftsfähig aufstellen können. Das Vertagen der dringenden Entscheidung im Bundesrat bringt die zugesagte Investitionsförderung in Höhe von 300 Mio. € wieder in Gefahr“, so Ehlers.

Deutliche Kritik am Abstimmungsverhalten der Landesregierungen mit grüner Beteiligung übte auch der Hauptgeschäftsführer des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt, Marcus Rothbart. Abermals sei ein mühsam ausgehandelter Kompromiss im Bundesrat von grünen Landesministern untergraben worden.

"Wirtschaftlicher Sargnagel" für die Sauenhalter

Der Magdeburger Landwirtschaftsministerin Prof. Claudia Dalbert warf Rothbart vor, einen Sonderweg zu Lasten der Sauenhalter im Lande beschreiten zu wollen. Ihre Ankündigung, nur noch Betriebe mit Sauen in Gruppenhaltung zu fördern, nicht aber die Modernisierung von Betrieben mit Kastenständen, wäre nach Ansicht von Marcus Rothbart für viele Sauenhalter „der wirtschaftliche Sargnagel“.

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