Afrikanische Schweinepest

Polen: ASP-Ausbrüche in Betrieben deutlich angestiegen

Der Nationale Verband der Schweineproduzenten in Polen kritisiert die bisherige Schwarzwildbejagung. Sie reiche nicht aus, um den ASP-Druck im Wildbestand und die Gefahr für die Tierhaltung zu senken.

Die Kette an Ausbrüchen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in polnischen Agrarbetrieben ist auch in der vergangenen Woche nicht abgerissen. Die oberste Veterinärbehörde bestätigte in der vergangenen Woche drei weitere Fälle in der ostpolnischen Wojewodschaft Lublin, die sich zunehmend zu einem Hotspot der Seuche entwickelt. Allein in der vorigen Woche wurden dort sieben ASP-Infektionen in Schweinehaltungen gemeldet. Seit Anfang Januar wurden damit landesweit insgesamt 50 Seuchenausbrüche in der Landwirtschaft verzeichnet. Das waren bereits fünf Fälle mehr als im gesamten vergangenen Jahr. Auch die Zahl der gekeulten Hausschweine übersteigt mit gut 43.000 Tieren bereits deutlich das Gesamtniveau von 2019. Zu noch umfassenderen Keulungen kam es nur deshalb nicht, weil zuletzt vor allem Kleinbetriebe betroffen waren.

Unterdessen mehren sich auch die Meldungen über ASP-infizierte Wildschweine stetig. Laut den amtlichen Erhebungen wurden seit Jahresanfang bis in die zweite Augustwoche insgesamt fast 3.000 Funde von mit ASP-infiziertem Schwarzwild verzeichnet. Das sind bereits annähernd 500 Fälle mehr als von Januar bis Dezember 2019. Mit Blick auf die rapide steigenden Zahlen bekräftigte der Nationale Verband der Schweineproduzenten (POLPIG) seine Forderung nach einer konsequenteren Bejagung der polnischen Wildschweinpopulation. Die bisherigen Anstrengungen reichten nicht aus, um den Seuchendruck im Wildbestand und damit die Gefahr für die Tierhaltung spürbar zu reduzieren, so der Verband.


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