Polen hat immer noch keinen ASP-Bekämpfungsplan!

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat in den letzten vier Jahren in Polen enorme Schäden hinterlassen. Und mit jedem neuen Pestfall wächst die Gefahr, dass es auch die großen Schweinebetriebe im Westen Polens trifft. Dennoch kann Warschau bei der ASP-Bekämpfung kaum Erfolge vorweisen.

Die Jäger in Polen haben keinen Anreiz, verstärkt Wildschweine zu jagen (Bildquelle: DJV)

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat in den letzten vier Jahren in Polen enorme Schäden hinterlassen. Und mit jedem neuen Pestfall wächst die Gefahr, dass es auch die großen Schweinebetriebe im Westen Polens trifft.
Dennoch kann Warschau bei der ASP-Bekämpfung kaum Erfolge vorweisen, stellt die Fachzeitschrift SUS fest. Denn hier habe das Land gleich mehrere große Probleme:

Das größte Problem sehen Experten laut der SUS aber darin, dass Warschau bis heute keinen wirksamen, landesweiten ASP-Bekämpfungsplan hat. Auch die seit März laufenden Kontrollen zur Biosicherheit in Schweinebetrieben sowie die Militärhilfe bei der Suche nach ASP-Kadavern kommen viel zu spät, meint die Zeitschrift und verweist auf Tschechien. Dort laufe die Bekämpfung deutlich effektiver. Als Beispiel nennt die SUS den Erstausbruch um die Stadt Zlin im Juni 2017, die daraufhin komplett abgeriegelt wurde. Trotz infizierter Wildschweine in dem Gebiet gebe es bis heute keinen Fall bei den Hausschweinen dort.

Was Prag besser macht und welche Maßnahmen wirken, lesen Sie in der SUS 2/2018 auf Seite 31.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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