Tierschützer: Bälle an Ketten frustrieren Schweine

Laut der niederländischen Universität Wageningen sind Kunststoffbälle, die an Ketten hängen, als Beschäftigungsmaterial für Schweine ungeeignet. Die Tierrechtsorganisation Wakker Dier hat die holländische Ministerin für Landwirtschaft Carola Schouten deshalb aufgefordert, entsprechendes Spielzeug zu verbieten.

Laut der niederländischen Universität Wageningen sind Spielbälle, die an Ketten hängen, als Beschäftigungsmaterial für Schweine ungeeignet. „Die Schweine versuchen, in die Bälle aus Hartkunststoff zu beißen, aber das funktioniert nicht. Das frustriert die Tiere“, berichtet Marc Bracke von der Uni Wageningen. Die Tierrechtsorganisation Wakker Dier hat die holländische Ministerin für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität Carola Schouten deshalb aufgefordert, entsprechendes Spielzeug zu verbieten.

Forscher Bracke erklärt, dass eine Kette ohne Ball besser geeignet ist. „Eine Kette, die bis auf den Boden hängt, funktioniert besser, weil die Schweine diese mit der Rüsselscheibe hin und her schieben können“, betont Bracke.
Das Ergebnis überrascht, wurden Ketten in Holland doch bis vor elf Jahren fast überall eingesetzt und 2007 dann verboten. Damals wurde argumentiert, dass Ketten allein keine ausreichende Ablenkung bringen.

Niederländische Landwirte sehen den Vorstoß von Wakker Dier kritisch. Die Tierschützer übersehen, dass Schweine heute eine Vielzahl von veränderbaren Beschäftigungsmaterialien erhalten, heißt es dazu. Neben Stroh stehen den Schweinen veränderbare Materialien wie Seile, Jutesäcke usw. zur Verfügung, schreibt das Magazin Pigbusiness.
 

Artikel geschrieben von

Marcus Arden

Redakteur Schweinehaltung

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