Veggie-Trend

Umsatzsteigerung: Rügenwalder Mühle baut vegetarische Schiene weiter aus

Rügenwalder Mühle setzt weiter voll auf den Veggie-Trend: Umsatz- und Produktionssteigerungen ermutigen die Firma aus Bad Zwischenahn, das Werk auszubauen und 40 % Fleischersatzprodukte anzupeilen.

Der Wursthersteller Rügenwalder Mühle konnte seinen Gesamtbruttoumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 212 Mio. Euro (2017: 201 Mio. Euro) steigern. Auch der Gesamtabsatz lag mit 24.200 t über dem Wert des Vorjahres (23.300 t).

Vor allem das Segment der vegetarischen/veganen Produkte konnte eine erhebliche Zunahme verbuchen: Die Absatzsteigerung von 2017 auf 2018 war laut IRI mehr als dreimal so hoch (15 %) wie das Wachstum des Marktsegmentes für fleischfreie Alternativen im gleichen Zeitraum.

Der Anteil der vegetarischen/veganen Produkte am Gesamtumsatz der Rügenwalder Mühle belief sich Ende 2018 damit auf 27 %. 2019 habe der Markt für fleischfreie Alternativen sogar nochmals an Fahrt gewonnen und sorgte beim niedersächsischen Lebensmittelhersteller im Zeitraum Januar bis Mai 2019 für ein Wachstum von 28 % und im Mai sogar für + 46 % - jeweils bezogen auf den Vorjahreszeitraum. Ergebnis dieser Entwicklung ist ein Anteil der vegetarischen/veganen Alternativen von inzwischen 34 % vom Gesamtumsatz der Rügenwalder Mühle im Mai 2019.

„Unsere Geschäftszahlen für 2018 bestätigen uns einmal mehr darin, dass vegetarische/vegane Fleischalternativen mehr sind als ein kurzer Hype. Und dass wir absolut richtig lagen, als wir Ende 2014 als erstes fleischverarbeitendes Unternehmen in Deutschland damit gestartet sind. Weltweit sind solche Fleischalternativen in aller Munde – auch weil sie erheblich zum Klimaschutz beitragen können. Das ruft natürlich Wettbewerber auf den Plan. Umso stolzer sind wir daher, dass wir unsere absolute Marktführerschaft nochmals ausbauen konnten: Mit 38 %2 liegen wir klar vor den Handelsmarken und unzähligen Start-ups“, so Godo Röben, Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle.

„Unser traditionelles Sortiment bildet trotz allem noch einen sehr relevanten Anteil des Gesamtumsatzes ab. Im Sinne eines nachhaltigen Wachstums werden wir es weiter pflegen“, fügt Lothar Bentlage, ebenfalls Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle, hinzu. „Ziel ist es, dass 2020 unsere klassischen sowie Bio-Fleisch- und Wurstwaren einen Umsatzanteil von 60 % und die vegetarischen/veganen Produkte einen Anteil von 40 % einnehmen.“

Klarer Marktführer im Wachstumsmarkt fleischfreie Alternativen 2018 hat sich der Markt für Fleischalternativen kontinuierlich weiterentwickelt. Insbesondere die drängende Klimaproblematik brachte das Produktsegment seit dem Jahreswechsel nochmals verstärkt in den Fokus der Verbraucher. Ein Wachstum von 21 % im Mai 2019 am deutschen Markt war die Folge. „Der Markt für vegetarische/vegane Fleischalternativen hat ein immenses Potenzial. In Deutschland und auch weltweit steigt die Nachfrage. Diese Marktchancen nutzen wir selbstverständlich weiter“, betont Godo Röben.

Um der wachsenden Nachfrage nach ihren vegetarischen/veganen Produkten nachzukommen, erweitert die Rügenwalder Mühle neben der Produktauswahl auch die entsprechenden Produktionskapazitäten. In zwei Stufen wird das Familienunternehmen seinen Standort in Bad Zwischenahn ab Q3/2019 ausbauen. Mit der geplanten Fertigstellung der umfassenden Erweiterungen werden dann Ende 2022 über 10.000 Quadratmeter neue Fläche entstehen, die ausschließlich für die Produktion und Verpackung der fleischfreien Linie genutzt wird. Das geplante Gesamtinvestitionsvolumen am Standort beläuft sich für den Zeitraum 2019-2022 auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Um auch kurzfristig dem Wachstum weiter gerecht zu werden, wird Ende September 2019 zudem die Produktion der Mühlen Currywurst zugunsten einer Linie zur Herstellung von pflanzlichen Alternativen eingestellt

Das Unternehmen möchte nach eigener Aussage auch Innovationstreiber beim Klimaschutz sein. So wurde im Rahmen eines geförderten Modellversuches ein Beitrag zu mehr Tierwohl in der Praxis geleistet. Eine zweite Ebene in den Stallbuchten schaffe künftig in der Ferkelaufzucht mehr Platz und mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere. Im strategischen Fokusbereich der fleischfreien Alternativen konnte im April 2019 der Anteil des aus Europa stammenden zertifizierten Sojas in den Produkten auf 25 % erhöht werden und wird im August mit weiteren Rezepturumstellungen nochmals auf über 45 % wachsen.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Heike Dolle

Alles für den "Klimaschutz"

Wozu braucht ein Veganer Ersatzprodukte? Na klar das Klima muss geschützt werden mit Plastikverpackungen und Chemikalien. Super Idee. Hat sich schon einmal jemand die Gemüseanbaugebiete in Spanien angesehen ? Und vor allem wer soll den S..... mit dem Klima noch glauben, . Es gibt 160 Patente ,( die man einsehen kann) über Geoengineering(seit 1920 wird damit herumexperimentiert) , woran maßgeblich Superimperien wie Monsanto und Bill Gates usw. beteiligt sind. Die ja dann auch mit Lizenzsaatgut und Gentechnik die Welt retten wollen, die sie vorher zerstört haben. Da die Schlafschafe auf jeden Zug unserer Lückenpresse , ohne zu hinterfragen aufspringen schaffen sie sich leider selber ab. Heike Dolle

von Christian Bothe

Vegan...

Mal sehen wie lange noch...

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Fleischersatz

An dieser Sparte verdient die Firma "Rügenwalder Mühle" wesentlich mehr als mit den echten Fleischprodukten. Das Recht zum Geld drucken!!.

von Richard Huber

Ich frage mich,

was hat dieser Beitrag in der Berichtssparte Schwein zu suchen? Fleischersatzprodukte sind allerdings nur Ersatzprodukte.

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