Coronapandemie

USA: Tyson Foods impft Mitarbeiter gegen Corona

Der Fleischhersteller Tyson Food hat in den USA mit den Impfungen seiner Mitarbeiter gegen Covid-19 begonnen. In Deutschland fehlt für die Impfung von Personen der Ernährungswirtschaft noch Impfstoff.

Während es im Vion-Schlachthof in Buchloe einen größeren Corona-Ausbruch gibt, hat der börsennotierte Fleischhersteller Tyson Foods in den USA mit Schutzimpfungen seiner Mitarbeiter gegen Covid-19 begonnen. Wie das Unternehmen mitteilte, wurden Anfang März bereits 1.300 Arbeiter im Schweineschlachthof in Waterloo in Iowa geimpft. Vergangene Woche wurde den Belegschaften in Werken der Bundesstaaten in Arkansas, Kansas und North Carolina die kostenlose Vakzinierung gegen Covid-19 möglich gemacht. Allein in den zwei Betrieben in Arkansas hatten 24.000 Mitarbeiter die Möglichkeit, sich impfen zu lassen.

Schlachthofmitarbeiter systemrelevant

Die Impfstoffe werden in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsdienstleister Matrix Medical und den örtlichen Gesundheitsbehörden bereitgestellt und verabreicht. „Wir freuen uns, dass die verantwortlichen Politiker die wesentliche Rolle der Mitarbeiter bei der Ernährung der Welt anerkennen“, erklärte der verantwortliche Tyson-Manager für Gesundheit und Sicherheit, Tom Brower. Seit dem Frühjahr 2020, als es zu ersten Corona-Fällen in Schlachthöfen kam, hat Tyson Foods nach eigenen Angaben mehrere hundert Mio. Dollar in den Schutz der Mitarbeiter vor Covid-19 investiert. Dazu zählten unter anderem der Umbau von Einrichtungen, begehbare Temperaturscanner oder die Corona-Tests.

Bisher zu wenig Impfdosen in Deutschland

In Deutschland gehören laut Bundesregierung Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, darunter die Ernährungswirtschaft, zur Impfgruppe 3 mit erhöhter Priorität. Angesichts des Mangels an Impfdosen lassen die Impfungen allerdings auf sich warten. Unterdessen ist es im Rinderschlachthof der Vion Food Group im bayerischen Buchloe vergangene Woche zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Dort wurden 83 Beschäftigte positiv auf das Virus getestet. Fast 100 Kontaktpersonen mussten in Quarantäne.


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