Klimawandel

Aus für Dürrehilfen? Baden-Württemberg bezuschusst Versicherung

Das Land vergibt an Wein- und Obstbauern versuchsweise Zuschüsse zur Mehrgefahrenversicherung. Im Gegenzug will es auf Hilfen nach Extremwetter verzichten.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann stellt klar: „Ad-hoc-Hilfen können keine nachhaltige strategische Lösung für die Zukunft sein.“ Das Projekt unterstütze deshalb staatliche Beiträge zur Mehrgefahrenversicherung.

Mit jährlich 5 Mio. € fördert der baden-württembergische Ministerrat das Pilotprojekt. Der Fokus liege vorerst auf den besonders betroffenen Sonderkulturen wie Obst und Wein. „Unsere Bauern sind auf eine angemessene Unterstützung der Gesellschaft angewiesen, damit sie die damit verbundenen Herausforderungen meistern können“, erklärt Landwirtschaftsminister Peter Hauk.

Mittel- und längerfristig wolle das Land neben der Versicherung auch „ein ganzes Bündel an Risikomanagementmaßnahmen“ fördern. Minister Hauk nannte Hagelschutznetze und Bewässerunginfrastruktur als Beispiele.

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Artikel geschrieben von

Claus Mayer

Redakteur SÜDPLUS

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Diskussionen zum Artikel

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von Harald Finzel

Luftnummer (und hat mit Dürreversicherung ohnehin nichts zu tun)

Laut Original Pressemeldung https://stm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/pilotprojekt-zur-risikovorsorge-im-obst-und-weinbau/ beschränkt sich das Pilotprojekt auf die drei Kalamitäten Frost, Sturm und Starkregen. --- Außerdem wird natürlich nirgends erwähnt, an welcher anderen Stelle des Agraretats diese Gelder eingespart werden. Unterm Strich ist also zu vermuten, dass das Geld den Bauern aus der anderen Tasche herausgenommen wird. --- Und selbstverständlich wird auch keinerlei Hochrechnung veröffentlicht, wie teuer denn eine umfassende Mehrgefahrenversicherung käme, oder wie denn diese finanziert werden könnte. --- Unter dem Strich ist das Pilotprojekt also nicht viel mehr als eine Luftnummer, die die grün-schwarzen Regierungsparteien in der Öffentlichkeit gut dastehen lassen soll. Die BW-Landesbauernverbände sollten hier mal Tacheles reden, bevor diese Farce auch in anderen Bundesländern Schule macht.

von Dr. Willi Billau

Hitze, Hochwasser, Hagel, Sturm, ASP und Tierseuchen

alles integriert, Prinzip wie United Hail, 70% der Prämien zahlt der Staat! Aus mit Wehklagen! Staat muss nicht bei Schäden einspringen. Wir Landwirte, gerade im Anbau von Sonderkulturen, aber auch im Ackerbau und der Tierhaltung brauchen diesen "Deal"!

von Albert Maier

@Lamparter

Vorallem wird die Hagelversicherung von den Landwirten finanziert. Sektoral betrachtet für die Bauern ein unnötiges Minusgeschäft!!

von Uwe Lamparter

@ Maier

Es gibt eine große Hagelversicherung, welche auch andere Risiken (Sturm,Überschwemmung) versichert und den Landwirten/Landwirtinnen gehört: Gesellschaft auf Gegenseitigkeit.

von Albert Maier

Schwachsinn im Quadrat!

Das hilft allenfalls den Versicherern!

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