Aktuelles Interview

Bauernverband: „Rote Gebiete genauer abgrenzen“

Im Interview mit der Südplus kritisiert Stefan Köhler, Umweltpräsident des BBV, die Bundesverwaltungsvorschrift zur Ausweisung der roten Gebiete.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium stimmt zurzeit den Entwurf der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift (AVV) zur Ausweisung der roten Gebiete mit den Ländern und den Verbänden ab. Geht der Entwurf in die richtige Richtung?

Stefan Köhler: Der Entwurf hat noch jede Menge Ecken und Kanten. Das zeigt allein die elfseitige Stellungnahme des Bayerischen Bauernverbandes (BBV). Prinzipiell ist wichtig, dass mit der Binnendifferenzierung künftig rote Gebiete genauer als bisher abgegrenzt werden müssen.

Sie kritisieren, dass für die vorgesehenen Regionalisierungsverfahren die Messnetzdichte in Bayern zu gering ist. Reicht die versprochene Aufstockung von 600 auf 1500 Messstellen aus?

Köhler: Entscheidend ist nicht allein die Anzahl...

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Das Bundeskabinett will diese Woche die bundesweiten Regeln für die Ausweisung der Roten Gebiete ab 2021 auf den Weg bringen. Sie sollen mindestens eine Messstelle je 50 km² garantieren.

Rote Gebiete

BBV bezieht Stellung

vor von Anja Rose

Für die Neuabgrenzung roter Gebiete ist eine sachlich nachvollziehbare Gebietskulisse nötig, erklärt der Bayerische Bauernverband in seiner Stellungnahme.

Mehr Qualität und Quantität der Messstellen sowie einheitliche Kriterien zur Ausweisung sollen mehr Verursachergerechtigkeit bringen – Länder- und Verbändeanhörung zur Verwaltungsvorschrift...


Diskussionen zum Artikel

von Josef Schmid

Betriebliche Daten

Der BBV hat sich bisher stets gegen Hoftorbilanzen gewehrt. Diese betrieblichen Daten wären wesentlich geeigneter als jede Binnendifferenzierung der Roten Gebiete, die Verursacher von Nitratüberschüssen festzustellen. Diese Überschüsse von ca. 80 kgN/Ha sind zweifellos vorhanden, ... mehr anzeigen

von Harald Finzel

"Der BBV unterstützt die Gründung von Interessengemeinschaften in roten Gebieten"

Es ist schon sagenhaft, wie der BBV vom eigenen Versagen ablenkt. Der BBV hat sieben (!) Jahre seit Bekanntwerden der Nitratlüge verschlafen, und meint nun, ein paar IGs sollten seine Arbeit machen? Für was bezahlen zigtausende Bauern eigentlich BBV-Beiträge? Wäre ich BBV-Funktionär, ... mehr anzeigen

von Günter Schanné

BBV

Der BBV K.d.ö.R weiß insgeheim, dass die Nitratlüge keine Lüge ist.

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