Bildung

Bayern: Land- und Hauswirtschaft in der Schule

Statt eines Schulfachs führt Ministerpräsident Söder die Projektwoche „Alltagskompetenzen“ an bayerischen Schulen ein. Die Landfrauen zeigen sich erfreut über ihren Erfolg.

Auf der Landesvorstandssitzung der Landfrauen im Bayerischen Bauernverband zeigte sich Landesbäuerin Anneliese Göller erfreut über die geplanten Projektwochen Alltagskompetenzen: „Wir Landfrauen begrüßen die von Ministerpräsident Söder angekündigten Projektwochen. Sie sind ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg hin zu einer besseren Verankerung von Alltagskompetenzen im Schulunterricht“.

Landfrauen bauen auf Erfolg auf

Ministerpräsident Söder gab für die Einführung von verpflichtenden Projektwochen Alltagskompetenz an Bayerns Schulen mit Leistungsnachweis grünes Licht. Jedes Kind soll ab dem nächsten Schuljahr einmal während seiner Grundschulzeit und einmal an einer weiterführenden Schule an einer Projektwoche teilnehmen.

„Wir Landfrauen setzen uns seit über sieben Jahren für die Einführung von mehr Alltagskompetenzen in allgemeinbildenden Schulen ein. Die Ankündigung von zwei Projektwochen ist unser gemeinsamer Erfolg. Darauf können wir zu einem späteren Zeitpunkt noch aufbauen“, so die Landesbäuerin.

Projekt hängt von Experten ab

Die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband gestalten die Rahmenbedingungen und Inhalte dieser Projektwochen mit. Denn die erfolgreiche Umsetzung der Projektwochen hängt einerseits maßgeblich von den Lehrkräften, andererseits von den eingesetzten Fachexperten ab. Einen besonderen Mehrwert, im Vergleich zum bisherigen Unterricht zu bieten, sei das Ziel.

Der Landesvorstand der Landfrauen betonte, dass es zwingend notwendig sei, auf die Expertise aus Land- und Hauswirtschaft zu setzen. Sie fordern, dass der Landeshaushalt die benötigten finanziellen Mittel für die Ausbildung und Bezahlung der Fachexperten bereitstellt.

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Diskussionen zum Artikel

von Erwin Schmidbauer

Gute Mine zum bösen Spiel

Man hat gefordert und sehr wenig bekommen. Und trotzdem sind die Landfrauen froh, überhaupt was bekommen zu haben. Und tun dann noch so, als wäre es ein toller Erfolg. Etwas mehr Ehrlichkeit wäre angebracht.

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