Eckpunktepapier

Peter Hauk: "Wir bekennen uns zur Produktion in der Fläche" Premium

Längst nicht nur die Folgen des Volksbegehrens und des Eckpunktepapiers machen den Bauern im Südwesten Sorgen. Wie geht es für die Familienbetriebe weiter, Minister Hauk?

Landwirtschaftsminister Peter Hauk kam nach Bammental im Rhein-Neckar-Kreis, um den Bauern sein Eckpunktepapier als Alternative zum Volksbegehren vorzustellen und um für Zustimmung zu werben. Einige Landwirte lobten den Minister zwar für sein Engagement, doch die Sorge um die Zukunft ihrer Familienbetriebe überwog letztlich jegliche Zuversicht. Auch wenn Peter Hauk bekräftigte: "Wir bekennen uns zur Produktion in der Fläche und nicht zu einer selektiven Produktion."

Für die Zuckerrübenbauern ist der Wegfall wirksamer Wirkstoffe gegen Pflanzenkrankheiten eines der brennendsten Themen heute und in der Zukunft. "Gegen Cercospora haben wir keine wirksamen Mittel mehr und mit SBR sind neue Krankheiten auf dem Vormarsch. Wir bekommen keine heile Welt, wenn wir Pflanzenschutzmittel reduzieren." warnte Rubert Bach von der Arbeitsgemeinschaft Zuckerrübe Süd West. "Wir müssen alles dran setzen, damit wir hier bei der Forschung weiterkommen. Dabei muss auch die Politik ihren Beitrag leisten", forderte er Hauk auf. Am Runden Tisch mit der Kanzlerin fühlten sich die Zuckerrübenbauern nicht entsprechend vertreten: "Für die Politik spielt unsere Branche keine Rolle mehr", bedauerte Bach.

Viele Praktiker treibt die Diskussion um die Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes um: "Was passiert, wenn wir die Ziele nicht erreichen?" war eine Frage aus dem Publikum. Hauk: "Wenn wir die Reduktion um 40 bis 50 % in den Referenzbetrieben nicht erreichen, ist das nicht das Problem des Landwirts, sondern der Landesregierung." Es sei ein anspruchsvolles Ziel, das Zeit brauche, weil die Instrumente dazu noch fehlen. Ackerbauer Achim Mattern machte auf ein zusätzliches Folgeproblem aufmerksam: "Wenn immer weniger Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden dürfen, werden weniger Versuche gemacht und auch immer weniger neue Mittel entwickelt und zugelassen. Diese allgemeine Entwicklung träfe letztlich...

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Diskussionen zum Artikel

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von Rudolf Rößle

Fakt

dieser Punkt sollte geklärt werden. Fallen diese Unterstützungen auch unter den Tisch, ist niemand geholfen.

von Albert Maier

Realitätsverlust!

Mit dem Eckpunktepapier offenbart die CDU gleich in mehrfacher Hinsicht Realitätsverlust. Zum einen hat sie viel zu spät erkannt, dass das Volksbehegehren mit Sicherheit gescheitert wäre, der Zuspruch für dieses war in der Bevölkerung quasi nicht vorhanden. Es hätte hier eine riesen Chance bestanden, den grünen "Höhenflug" zu stoppen und damit wieder beim Wahlvolk zu punkten! Statt dessen gibt man sich der falschen Ilussion hin, mit dem Nachlaufen grüner Ideologien und deren Adaption in die CDU Wählerstimmen zu gewinnen. Das Gegenteil ist der Fall, die Wähler wenden sich noch weiter ab!! Auch inhaltlich hat es die CDU versäumt, die falschen Behauptungen, auf denen das Volksbegehren basiert, richtig zu stellen, ebenfallos aus Angst vor der grünen Mainstream. Ein fataler Fehler. Dass gerade die CDU (und der trottelige Bauernverband) das Volksbegehren mit dem Eckpunktepapier de facto vor dem Scheitern gerettet hat, ist die Tragik an der ganzen Geschichte und die Werbetour dafür nur noch peinlich!!!!

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