Bauernverband

„Landwirtschaft ist Teil der Lösung beim Klimaschutz“

Am Montag beschäftigt sich das bayerische Kabinett mit der Klimaschutzstrategie. Im Vorfeld weist der Bayerische Bauernverband auf die besondere Rolle der Landwirtschaft hin.

„Die Land- und Forstwirtschaft hat eine besondere Rolle beim Klimaschutz. Denn sie ist die einzige Branche, die mit ihrer Biomasseproduktion zum Klimaschutz beitragen kann und über Böden, Wälder und Ernteprodukte aktiv CO2 bindet." Darauf verweist Stefan Köhler, Umweltpräsident des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), im Hinblick auf die Aussprache des bayerischen Kabinetts zur Klimaschutzstrategie am kommenden Montag.

Durch Humusaufbau in Böden und den Erhalt der Bodenkohlenstoffvorräte könne die Land- und Forstwirtschaft große Mengen an CO2 speichern und damit den Treibhausgasgehalt in der Atmosphäre aktiv reduzieren. Dabei gehe es nicht nur um Ackerbau, wo durch Fruchtfolgen, konservierende Bodenbearbeitung, die Rückführung von Ernteresten und Zwischenfrüchten und den Einsatz von Gülle und Mist Potenzial zum Humusaufbau bestehe. Auch das Grünland biete aufgrund der ganzjährigen Bodenabdeckung und der fehlenden Grundbodenbearbeitung gute Möglichkeiten der CO2-Speicherung.

Besonders hebt Köhler auch den Wald hervor. „Beim Klimaschutz ist der Wald unser Star! Die Fähigkeit, ständig nachzuwachsen und dabei fortwährend Kohlendioxid zu speichern, macht Holz zu einem einzigartigen Rohstoff und Baustoff.“

Die wichtige Rolle der Land- und Forstwirtschaft beim Klimaschutz zeigt sich laut BBV auch im Ersatz fossiler Energieträger. Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie leisteten einen bedeutenden Beitrag, um im Verkehr und bei der Versorgung mit Wärme und Strom Treibhausgase einzusparen.

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Artikel geschrieben von

Klaus Dorsch

Redaktionsleiter SÜDPLUS

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Schmidbauer

Vergesst es...

Der BBV muss sich jetzt wieder an die bay. Regierung anbiedern. Nachdem Söder den BBV letztes Jahr mit dem "Pakt für das Eigentum" bzw. dem Volksbegehren für dumm verkauft und aufs Kreuz gelegt hat, braucht man den Verband erst wieder zur nächsten Wahl als ein paar Prozent-Stimmen-beschaffer. Die Zeit der Argumente ist vorbei, da in allen Parteien (von AfD über CSU, SPD, FDP, Grüne bis zu den Linken) aktuell der Populismus vorherrscht, kommt man mit den üblichen Methoden nicht mehr weiter. Das Postfaktische Zeitalter hat jetzt erst richtig begonnen, da hat der BBV mit seinen vorgestrigen Argumenten keine Chance mehr auf Gehör.

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