Düngeverordnung

"Was der Schleppschuh in der Praxis bringt, weiß keiner"

Im Interview mit Südplus erklärt Rudolf Rauscher, wie er sich gegen die Auflage wehren möchte, Gülle ab 2025 nur noch bodennah auszubringen. Gemeinsam mit weiteren Allgäuer Bauern hat er eine spezielle Strategie entwickelt.

Was spricht gegen die streifenförmige Gülleausbringung?

Rauscher: Im Grünland gibt es bei der streifenförmigen Ausbringung immer wieder Probleme mit Güllewürstchen, die das Futter verschmutzen. Bei sonnigem Wetter verdunstet die Flüssigkeit der Gülle, die Feststoffe bleiben übrig. Diese wachsen mit der Pflanze hoch und landen so in der Futterernte.Wir sind nicht generell gegen die streifenförmige Gülleausbringung. Sie hat Vorteile, z.B. bei windigem Wetter mit genügend Regen. Es kann aber nicht sein, dass auf Grünland ab 2025 nur noch diese Technik erlaubt ist.

Die Vorschrift soll verhindern, dass Nitrat aus dem Boden auswäscht und dass Ammoniak in die Luft ausgast. Wie lässt sich das vermeiden, wenn nicht durch Technik?

Rauscher: Im gesamten Alpengürtel sind wir weit unter dem Nitrat-Sollwert. Da haben wir in den letzten 10 bis 15 Jahren mit der Gülleausbringtechnik in unserer Region nichts falsch gemacht, sonst wären die Werte nicht so gut.

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