Amazone

Hacktechnik vom Spritzen Spezialisten Premium

Spritzen sind ein wichtiger Umsatzträger bei Amazone. Jetzt steigt das Unternehmen in die mechanische Unkrautbekämpfung ein. Wir sprachen mit der Geschäftsleitung über Gründe und Strategien.

Zum ersten Januar 2019 hat Amazone die Hacktechnik von Schmotzer übernommen. Nach Horsch und Lemken steigt damit der nächste große Hersteller von Bodenbearbeitungs und Pflanzenschutztechnik in die mechanische Unkrautbekämpfung ein. Wir wollten wissen, wie Amazone die Hacken in das Programm integrieren wird und ob weitere Maschinen und Geräte in diesem Bereich geplant sind.

Die Antworten dazu holten wir uns aus erster Quelle: Im Amazone Stammwerk in Gaste trafen wir den geschäftsführenden Gesellschafter Christian Dreyer, den Entwicklungsleiter Dr. Rainer Resch, den Leiter des Produktmarketings Christoph Laumann sowie Timo Zipf, der die Vertriebsverantwortung für die Schmotzer Technik trägt.

Generell sind die Verantwortlichen überzeugt, dass die Bedeutung der mechanischen Unkrautbekämpfung UKB steigt auch im konventionellen Anbau. Denn die wachsenden Resistenzen, der Mangel an Wirkstoffen und auch die öffentliche Meinung setzen den chemischen Pflanzenschutz unter Druck.

Mechanisch und chemisch

Es wird künftig häufiger Kombinationen beider Verfahren geben. Quasi eine Ökologisierung des konventionellen Anbaus, wie einer aus der Runde sagt. Christian Dreyer hält es für möglich, dass sich die chemische Unkrautbekämpfung irgendwann vor allem auf die Bereiche konzentrieren wird, wo es nicht anders gehe. Und dass es zu einer Rückbesinnung bei den Ackerbaukonzepten kommt: abwechslungsreichere Fruchtfolgen, andere Anbaustrategien, veränderte Bearbeitungskonzepte und tiefen. Auf der einen Seite geht es um die sehr flache Stoppelbearbeitung und auf der anderen Seite um eine intensivere Grundbodenbearbeitung. Christoph Laumann bringt es auf den Punkt: "Eigentlich rückt das seit Jahrzehnten bekannte Konzept des Integrierten Pflanzenbaus wieder in den Mittelpunkt."

Warum Schmotzer? Die Maschinenfabrik Schmotzer in Bad Windsheim ist einer dieser klingenden Namen in der deutschen Landtechnik Geschichte. Die Blüte hatte das 1905 gegründete Familienunternehmen in den 60er und 70er Jahren. Damals verließen über 1 000 Rübenroder pro Jahr das 5,5 ha große Werksgelände. Ab den 80er Jahre wurden die Zeiten für...

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Artikel geschrieben von

Guido Höner

Chefredakteur top agrar

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