Landmaschinenhersteller für 2017 wenig optimistisch

Nach der rückläufigen Marktentwicklung in diesem Jahr geben sich die Landmaschinenunternehmen in Europa auch mit Blick auf 2017 wenig optimistisch. Der EU-Dachverband der Landmaschinenindustrie geht für das nächste Jahr bei den meisten Segmenten von einer nochmals niedrigeren oder bestenfalls stabilen Nachfrage aus.

Nach der rückläufigen Marktentwicklung in diesem Jahr geben sich die Landmaschinenunternehmen in Europa auch mit Blick auf 2017 wenig optimistisch. Der EU-Dachverband der Landmaschinenindustrie (CEMA) geht für das nächste Jahr bei den meisten Segmenten von einer nochmals niedrigeren oder bestenfalls stabilen Nachfrage aus.

Der Verkauf von Traktoren in den vom CEMA erfassten Absatzmärkten Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Spanien und Großbritannien verringerte sich in den ersten neun Monaten 2016 im Vergleich zur Vorjahresperiode insgesamt um 4,5 %. Dabei schwächte sich das Minus im dritten Quartal allerdings auf 2,2 % ab.

Für 2017 prognostiziert der Verband eine ähnlich niedrige Nachfrage nach Traktoren wie dieses Jahr. Hinsichtlich des Mähdrescherverkaufs rechnet er für das laufende Kalenderjahr in seinen „Netzwerk-Ländern“ mit einem Gesamtminus von 13 %, wobei in allen Meldeländern die Verkaufszahlen niedriger als 2015 ausfallen dürften. Auch hier wird der Absatz 2017 voraussichtlich weiter sinken, insbesondere in Frankreich. Für Mäher wird die Abnahme auf 10 % geschätzt; hier verzeichnete zuletzt nur der spanische Markt ein Wachstum, während sich die Verkäufe in Frankreich und Italien stabil entwickelten.

Ebenfalls eine Abnahme um 10 % wird für Futtererntemaschinen erwartet; dagegen soll sich der Rückgang für Ballenpressen lediglich auf 2,4 % belaufen. Eine höhere Nachfrage gab es laut CEMA in diesem Jahr nur bei den Pflanzenschutzmittelspritzen; das Plus gegenüber 2015 veranschlagt der Verband auf 3,6 %.

Minus von 2 Prozent für Deutschland erwartet

Mit Blick auf die einzelnen Länder und das aktuelle Kalenderjahr schätzt der CEMA für den deutschen Landmaschinenmarkt das größte Minus mit 9 %. Für 2017 wird hier ein weiterer Rückgang um 2 % vorausgesagt. Für Frankreich, wo sich der Markt erst in der zweiten Jahreshälfte 2016 abschwächte, wird für 2017 ein Absinken der Nachfrage um 5 % erwartet. In Spanien soll dagegen der Absatz von Landmaschinen weiter wachsen, nämlich um 5 %.

Die Nachfrage im Vereinigten Königreich dürfte nach Einschätzung des CEMA schwach bleiben vor allem jenseits des Schlepper-Segments. Für die britische Insel einschließlich Nordirland rechnet der Dachverband im nächsten Jahr aber insgesamt mit einer Stabilisierung der Verkäufe. Das wird ihm zufolge voraussichtlich auch für Italien, Belgien und die Niederlande gelten, wo 2016 insgesamt etwas weniger Landmaschinen als im Vorjahr abgesetzt werden dürften.

PS-schwächere Schlepper im September gefragt

Zum Traktorenmarkt führte der CEMA aus, dass in diesem Jahr vor allem die Nachfrage nach Schleppern mit einer Leistung von 125 PS bis 250 PS niedriger ausfiel. Den im September für Traktoren mit 75 PS bis 125 PS verzeichneten Nachfrageschub führt der Verband auf das Inkrafttreten neuer EU-Emissionsvorschriften zum 1. Oktober 2016 zurück.

Lediglich in Österreich, Belgien und Spanien seien im bisherigen Jahresverlauf mehr Traktoren verkauft worden als in der Vorjahresperiode. Ansonsten habe sich der Markt bestenfalls stabil entwickelt, wie im Fall von Italien, berichtete der Verband.

Die Verkäufe in Frankreich seien im ersten Halbjahr 2016 gestiegen, im dritten Quartal aber deutlich zurückgegangen, so dass dort der Absatz - auf das Gesamtjahr bezogen - rückläufig sein dürfte. In Deutschland hätten die Verkaufszahlen bis einschließlich September lediglich um 2 % unter dem entsprechenden Vorjahresniveau gelegen, so der CEMA. Auch die Nachfrage in Dänemark und in den Niederlanden sei gesunken.

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