Agritechnica

Pöttinger Terrasem Fertilizer Pro: Mulchsaatmaschine mit Unterfußdüngung

Hohe Düngerpreise, neue Düngerformen sowie neue Umweltauflagen machen ein exaktes Düngermanagement notwendig. Neu: Pöttinger Terrasem Fertilizer Pro Mulchsaatmaschine mit Unterfußdüngung

Pöttinger zeigt auf der Agritechnica seine Mulchsaatmaschine Terrasem mit einer technischen Weiterentwicklung bei der Unterfußdüngung. Dieses neue System wird bei allen Mulchsaatmaschinen von 3 bis 9 m Arbeitsbreite angeboten. Sowohl die starren Modell Terrasem R3 und R4, als auch die klappbaren Terrasem C4, C6, C8 und C9 sind als Fertilizer Pro mit den Reihenabständen 12,5 und 16,7 cm erhältlich.

Die Pro-Ausführung erlaubt Schardrücke mit mindestens 180 kg, verfügt über einen höheren Scheibendurchmesser von 410 mm und zusätzliche Abscherschrauben an jedem Scharhebel. Darüber hinaus ist die hydraulische Tiefenverstellung serienmäßig.

Flexibel und wirtschaftlich

Die Unterfußdüngung ermöglicht zeitgleich zur Aussaat mit dem Fertilizer Pro Schar das Ausbringen von Dünger. Damit könnten optimale Wachstumsbedingungen in der Jugendphase des Korns geschaffen und so die generative Korn-Leistung gesteigert werden, wirbt Pöttinger weiter.

Durch den gleichzeitigen Einsatz von Werkzeugkombinationen (z. B. Frontboard mit Scheibenwerkzeugen) und Düngereintrag bei der Aussaat würden Überfahrten eingespart und eine kosteneffiziente Landwirtschaft ermöglicht.

Die in der Terrasem integrierte, vollwertige Kurzscheibenegge oder Low Disturbance mit Wave Disc erledige die Saatbettbereitung. Anschließend wird der Dünger über das Fertilizer Pro Düngerschar in Reihen (Double shoot) zwischen jeweils zwei Saatreihen abgelegt. Die Ablagetiefe von bis zu 10 cm ist dabei hydraulisch variabel einstellbar. Danach erfolgt die ganzflächige Rückverfestigung mittels Packer und anschließend die Aussaat. Das Fertilizer Pro Schar würde somit ein Düngerdepot perfekt zum Korn bzw. zur Wurzelbasis anlegen, so der Hersteller. Das spare nicht nur Dünger und verringere unproduktive Verluste, sondern führe zu einem schnellen Aufbau von Wurzelmasse und damit langfristig zu optimalem Ertrag.

Ein weiterer Vorteil der Unterfußdüngung liege darin, dass bei schwierigen Bodenverhältnissen nur eine Überfahrt des Bodens notwendig ist und der Boden somit geschont wird. Daneben liege der große Nutzen darin, dass in den Gunstphasen mit einer Überfahrt rasch und effektiv die Aussaat und die Start-Düngung erledigt werden kann.

Die Entscheidung, ob die Unterfußdüngung zur Anwendung kommt, hängt im Wesentlichen von der Beschaffenheit des Bodens, der Kultur und den Niederschlagsgegebenheiten vor Ort ab. Eine ungünstige Verteilung der Niederschläge und längere Trockenphasen fordern von der Aussaattechnik, dass das Keimen des Saatgutes durch Wasserreserven aus dem Boden angeregt wird.


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