Interview

Stahl-, Halbleiter- und Kunststoffknappheit bremst Landtechnikhersteller aus

Die Nachricht, das Fendt vorübergehend die Produktion wegen Materialknappheit stoppen musste, hat für Aufsehen gesorgt. Wir sprachen mit dem VDMA über die Gründe.

Die Landtechnikhersteller sehen sich derzeit auf dem Markt mit einer angespannten Versorgungssituation und Lieferengpässen konfrontiert - prominentes Beispiel ist Fendt. Wir sprachen mit dem Geschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA), Dr. Bernd Scherer, über die aktuelle Lage.

Wie ist die Branche von Materialpreissteigerungen betroffen?

Dr. Bernd Scherer: Als wesentlicher Teil des produzierenden Gewerbes ist der Maschinen- und Anlagenbau naturgemäß immer betroffen, wenn es zu Material- und Logistikengpässen kommt. Für die Landtechnikindustrie gilt dies momentan ganz besonders, ist sie doch der Industriezweig mit der derzeit besten Auftragslage. Eine kürzlich durchgeführte VDMA-Mitgliederbefragung macht deutlich, dass 45 % der Landtechnikunternehmen aktuell „gravierende“ beziehungsweise „merkliche“ Beeinträchtigungen ihrer Lieferketten beklagen.

Wo genau gibt es aktuell Zulieferprobleme? Welche Baugruppen betreffen diese? Welche Konsequenzen hat das auf die Produktion?

Dr. Bernd Scherer: Die größten Engpässe in den Zulieferungen haben wir derzeit bei Metallen und Metallerzeugnissen:...

Die Redaktion empfiehlt

Die anhaltende Corona-Pandemie macht den Landtechnikherstellern zu schaffen. AGCO/Fendt muss an den Standorten Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim die Produktion bis zum Ende des Monats aussetzen.


Diskussionen zum Artikel

von hermann-Josef schaller

Jetzt merkt man erstmal

........was das für eine Leistung war von den Ingenieuren und Betrieben in der ehemaligen DDR den Laden bzw. Betrieb irgendwie am"Laufen" zu halten, die hatten doch fast jahrzehntelang nur Mangelwirtschaft. Die mussten doch fehlendes Material mit "Hirnschmalz" ersetzen. Ideen hatten die ... mehr anzeigen

von Hans Spießl

Richtig

aber die DDR hat wenigstens seine wenigen Rohstoffe, auch technische Möglichkeiten gezielter - Eingesetzt die waren nicht so dumm wie wir heute wo mit modernster Technik die gerade heute so viel Sprit frist wie zu keiner Zeit so unsinnig ... mehr anzeigen

von Hans Spießl

geht schon los

Inflation Preissteigerungen, dann so ab 01. 01. 2022 überall richtige Steuererhöhungen, Mehrwertsteuer, Sprit, dann neue Vermögenssteuer - ja gemeinsam Schaffen wir das schon sagt A. Baerbock..... viele werden doch gerne die neuen hohen Abgaben ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

So eine Lage

sollte sich im Milchsektor etablieren. Naja ,wenn die Futtermittel weiter explodieren, lohnen sich Zukaufsfuttermittel irgendwann nicht mehr.

von Bernhard ter Veen

tja ...so

kann das enden wenn man sich vom globalen zulieferhandel abhängig macht... Hätten halt mal bischen auf die eimische Produktion setzen sollen...und nicht alles an fremdinvestoren verschenken sollen...

von Gerd Uken

Abb BV scheinend muss das ja

Alles im Siez Kanal fest gesessen haben. Die Elektronischen Teile kommen demnach alle aus China. Morgen lesen wir dann das es eine Preissteigerung geben wird. Schlepperreifen sind ja auch schon in erheblichem Maße teurer geworden- nur unsere Erzeugnisse nicht!

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen