Düngeverordnung

Einheitliche Regeln für rote und graue Gebiete?

Seit dem 24.6. liegt der Entwurf der allgemeinen Verwaltungsvorschrift (AVV GeA) vor, mit der die Ausweisung der mit Nitrat belasteten und eutrophierten Gebiete bundesweit vereinheitlicht werden soll.

Dieser Entwurf befindet sich nun bis zum 12.7. zur Anhörung bei Ländern und Verbänden und sieht Folgendes vor:

Nitrat belastete Gebiete

  • Festlegung eines Ausweisungsmessnetzes: Bei diesem Messnetz können nicht nur wie bisher, die Ergebnisse der Messstellen des WRRL-Messnetzes, sondern auch andere geeignete Messstellen herangezogen werden, solange diese, den in der Verwaltungsvorschrift vorgeschrieben qualitativen Anforderungen, entsprechen. Damit soll sichergestellt werden, dass die geforderte Dichte des Messnetzes von mindestens einer Messstelle je 50 km² überall erreicht wird.
  • Immissionsbasierte Gebietsabgrenzung: Sie dient der Binnendifferenzierung von roten Grundwasserkörpern. Deren Einstufung basiert auf den mittels des Ausweisungsmessnetzes gemessenen Nitratkonzentrationen im Grundwasser (GW). Neu verschärfend kommt hinzu, dass ein Gebiet schon rot werden kann, wenn bereits eine Messstelle des Ausweisungsmessnetzes den Schwellenwert von 50 mg Nitrat/l überschreitet bzw. eine Nitratkonzentration von 37,5 mg/l mit steigendem Trend aufweist. Um vor allem bei sehr großen GW-Körpern die roten Gebiete auf die tatsächlich betroffenen Regionen zu reduzieren, können drei Verfahren angewendet werden (Regionalisierung durch erhöhte Messstellendichte, Abgrenzung nach hydrogeologischen Kriterien, Einzugsgebiete von Trinkwasserschutzgebieten). Ist es einzelnen Ländern nicht möglich,...


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