Kammer NRW

Düngeportal hilft Landwirten bei der Düngung

Ein neues Portal hilft den Bauern aus NRW bei den vielen Dokumentationspflichten der neuen Düngeverordnung. Dazu gibt es Erklärvideos.

Das neue Düngeportal der Landwirtschaftskammer NRW ist seit dem 4. Januar unter www.düngeportal-nrw.de online. Die Web-Anwendung unterstützt Landwirte in NRW dabei, die umfangreichen Dokumentationspflichten der neuen Düngeverordnung zu erfüllen.

Mit der HIT-/ZID-Registriernummer melden sich Nutzer im Düngeportal an. Das Portal greift auf die unterschiedlichen Datenbanken wie ELAN, die HIT-Datenbank und die Wirtschaftsdüngernachweis-Datenbank NRW zurück. Landwirte können ihre Schläge aus dem Flächenverzeichnis importieren und Schlaginformationen, wie zum Beispiel die Bodenart, Humusgehalt und Nitratbelastung, ergänzen.

Nachdem alle notwendigen Informationen eingegeben sind, berechnet das Programm automatisch den Düngebedarf für Stickstoff und Phosphor sowie für Phosphor auch mehrjährig. Nach der Düngung kann der Landwirt zudem die Höhe der Düngegaben in der Web-Anwendung dokumentieren.

Das Düngeportal wird in Kürze um weitere Anwendungen ergänzt, beispielsweise zur Berechnung des organischen Stickstoffanfalls, des notwendigen Lagerraumes für Wirtschaftsdünger sowie für die Stoffstrombilanz. Die Pflanzenschutzmaßnahmen sollen die Nutzer zukünftig ebenfalls dokumentieren können. Mit der Anmeldung im Düngeportal haben die Landwirte auch Zugang zu agrarmeteorologischen Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes in ihrer Region.

Die Entwicklung des Düngeportals durch die Landwirtschaftskammer NRW wurde von der Landesregierung NRW finanziert. Die Nutzung ist für Landwirte kostenlos.

Erklärvideos & Anleitungen

Die Redaktion empfiehlt

In der neuen Gebietskulisse NRW sind aktuell insgesamt 22 % der Nutzfläche als nitratbelastete Gebiete ausgewiesen. Diese liegen vor allem im Münsterland und im rheinischen Tiefland.

Landvolk-Präsident Hennies rechnet mit erfolgreichen Klagen gegen die Düngeverordnung. In Niedersachsen sei die Hälfte der Fläche zu Unrecht als rotes, nitratbelastetes Gebiet ausgewiesen.


Diskussionen zum Artikel

von Heinrich Albo

Wer hat alles Zugriff auf die Daten ???

Da sollte man sich doch besser selber ein Programm kaufen...

von Albert Maier

Die Nutzung ist ...

... kostenlos und wird in Kürze zur Pflicht! Damit ist der finale Schritt zur totalen Überwachung der Bauern getan!!

von Heinrich Albo

Die Landwirtschaft wird halt

Digitalisiert ..ob wir wollen oder nicht... Das alles wird zu einer Spaltung der Gesellschaft führen ....ähnlich wie in den USA ....Eine immer größer werdende Gruppe die von Kontrolle und Bürokratie leben und immer weniger die wirklich wertschöpfend arbeiten ,sich sogar noch ... mehr anzeigen

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