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Landvolk

Hennies: "Rote Gebiete und Düngeverordnung werden von Gerichten gestoppt"

Landvolk-Präsident Hennies rechnet mit erfolgreichen Klagen gegen die Düngeverordnung. In Niedersachsen sei die Hälfte der Fläche zu Unrecht als rotes, nitratbelastetes Gebiet ausgewiesen.

Lesezeit: 2 Minuten

Der neue Präsident des Landvolks in Niedersachsen Holger Hennies geht davon aus, dass strengere Düngevorschriften durch Gerichte gestoppt werden. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Hennies mit Verweis auf anhängige Klagen von Landwirten beim Oberverwaltungsgericht in Lüneburg:

"Ich bin fest davon überzeugt, dass weder die roten Gebiete noch die Düngeverordnung in ihrer jetzigen Form Bestand haben werden." Es werde zu Unrecht in die Bewirtschaftung vieler Flächen eingegriffen und den Landwirten neue Vorschriften zum Ausbringen von Dünger gemacht, so Hennies.

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Das Land Niedersachsen hatte kürzlich rund 800.000 ha Fläche als sogenannte rote Gebiete ausgewiesen. Auf denen müssen Landwirte die Düngung zum Schutz des Grundwassers vor Nitrateintrag zurückfahren. Hennies sagte: "Ich bin der Meinung, bei der jetzigen Ausweisung der roten Gebiete in Niedersachsen sind etwa die Hälfte der Flächen zu Unrecht rot."

In einigen Fällen deckten Messstellen viel zu große Gebiete ab, in anderen seien die Nitrat-Messwerte selbst fragwürdig. Auch die politisch verordneten Gegenmaßnahmen wie die pauschale Reduzierung der Düngung um 20 % kritisierte Hennies: "Das hat den Geschmack von Willkür."

Er betonte indes aber auch, dass seine Branche Verantwortung für den Grundwasserschutz trage. "Da, wo die Landwirtschaft Probleme hat oder verursacht, müssen wir diese schon aus Eigeninteresse angehen." Dies gelte beispielsweise auch für das sogenannte Artensterben.

"Natürlich hat die Landwirtschaft eine Mitverantwortung am Artenrückgang. Es kann doch jeder Landwirt sehen, dass landesweit weniger Rebhühner auf den Flächen unterwegs sind", sagte Hennies. Aber dennoch müssten alle Faktoren für den Artenrückgang berücksichtigt werden, die Verantwortung liege nicht nur bei den Landwirten.

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