Feldtage

Hofgut Dettenberg als Gastgeber der Soil Evolution

In Baden-Württemberg findet vom 31. Mai bis zum 2. Juni erstmalig die Fachveranstaltung Soil Evolution statt. top agrar stellt Ihnen den gastgebenden Betrieb vor: das Hofgut Dettenberg

Rund um den Boden wird es sich drehen, wenn das Hofgut Dettenberg Ende Mai seine Tore öffnet und Interessierte zu den Soil-Evolution-Tagen willkommen heißt. Der Betrieb liegt auf 600 Höhenmeter in einer Hangmulde etwa 2 km östlich von Uttenweiler in der Nähe von Biberach in Baden-Württemberg. Er umfasst heute rund 160 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, davon 145 ha Ackerfläche, und 3.500 Legehennen in Freilandhaltung mit angeschlossener Direktvermarktung.

Heute bewirtschaften Katja und Klaus Keppler das Hofgut. Unterstützt werden die beiden von Tochter Patricia Keppler und ihrem Mann Linus. Klaus Keppler war 25 Jahre in verschiedenen Gremien des Maschinenrings tätig, davon 9 Jahre als Vorsitzender der MR Biberach-Ehingen mit 1.700 Mitgliedern. Seit 2018 ist er Vorsitzender der Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung (GKB), einer der Mitveranstalter des Soil-Evolution-Events. Das ist ein Grund mit, weshalb die Soil-Evolution-Tage bei den Kepplers stattfinden. „Da neben der GKB auch die Vereine Boden.Leben aus Österreich und Swiss No-Till aus der Schweiz Mitveranstalter sind, war es naheliegend einen Standort in Süddeutschland auszuwählen", erklärt Klaus Keppler. Außerdem ist es praktisch, wenn jemand der Veranstalter immer vor Ort ist. So ist die Veranstaltung zu uns gekommen."

Familie Keppler

Klaus und Katja Keppler führen den landwirtschaftlichen Betrieb gemeinsam mit ihrer ältesten Tochter Patricia und deren Mann Linus. (Bildquelle: Privat)

Der Schutz des Bodens steht im Vordergrund

Die Böden auf dem Betrieb wechseln stark. „Vom sandigen Lehm bis zum Ton ist bei uns alles zu finden. Auch anmoorige Flächen sind vertreten", so Keppler. Der Betrieb wurde schon zu Beginn der 90er Jahre aufgrund von Erosionsproblemen und fehlender Bodenstruktur auf nicht wendende Bodenbearbeitung umgestellt. Schrittweise reduzierte Klaus Keppler dazu auch die Bearbeitungstiefe und die Überfahrten. Erfolgte die Bodenbearbeitung anfangs noch mit dem Grubber, setzte der Landwirt zu Beginn der 2000er auf die Kurzscheibenegge. Parallel sammelte der versuchsfreudige Landwirt ab 2000 erste Erfahrungen mit der Direktsaat. Seit 2012 bestellt er alle Kulturen in Direktsaat, einzig unterbrochen auf einer Teilfläche Mais mit dem Versuch eines flachen Strip-Tills. Die Fruchtfolge hat sich in dieser Zeit von einer Prämien-Optimierung in den 90er Jahren (90 % Winterweizen) zu einer direktsaattauglichen und aufwandsoptimierten Fruchtfolge entwickelt. Heute steht auf den Flächen rund um das Hofgut Weizen, Gerste, Mais, Sonnenblumen und Ackerbohnen.

Weitere Betriebszweige

Seit 2008 wird als Dienstleistung Pferdefutter sowie diverse Einzelfuttermittel in 15 bis 25 kg-Säcke verpackt. Dieser Betriebszweig konnten die Kepplers seither kontinuierlich ausbauen und mittlerweile verarbeiten sie rund 8.000 t pro Jahr. Bis 2011 wurden im Rahmen der arbeitsteiligen Ferkelproduktion rund 300 Wartesauen gehalten. Der Ausstieg aus der Sauenhaltung ging einher mit dem Einstieg in die Gästebeherbergung und ein Ferienhaus wurde gebaut. Dies steht heute an einem Regenrückhaltebeckens mit rund 1 ha Wasseroberfläche und einer wasserrechtlichen Genehmigung zur Entnahme von Beregnungswasser.

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