Rheinische Post

Klöckner drängt auf Einigung bei Glyphosat

Klöckner zur Ankündigung des Umweltministeriums, Glyphosat auslaufen zu lassen: "Mein Vorschlag liegt seit April auf dem Tisch. Und mein Eindruck ist, dass das Thema gerne für emotionale Debatten und Alleingänge herangezogen und genutzt wird."

von Alfons Deter Alfons Deter
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In der Debatte um den Einsatz des Pestizids Glyphosat hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) auf eine Einigung innerhalb der Bundesregierung gedrängt. Sie könne leider nicht sagen, warum die Ressortabstimmung einer von ihr vorgelegten Strategie so lange dauere.

"Mein Vorschlag liegt seit April auf dem Tisch. Und mein Eindruck ist, dass das Thema gerne für emotionale Debatten und Alleingänge herangezogen und genutzt wird", sagte Klöckner der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Dabei sei sie sich mit Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) einig, was das Ziel angeht: die Nutzung von Glyphosat möglichst rasch reduzieren und teilweise überflüssig machen.

"Meine im Frühjahr vorgelegte Reduktionsstrategie sieht unter anderem vor, die private Nutzung zu untersagen, auch die Anwendung an Spielplätzen, in Naturschutzgebieten und in der Nähe von Gewässern", sagte Klöckner. Aber ein Komplettverbot vor Ablauf der von der EU zugebilligten fünf Jahre sei nicht rechtskonform, "das wissen alle Beteiligten", fügte die Agrarministerin hinzu. Man brauche eine Politik, die Lösungen erarbeite, und nicht eine, die Stimmung mache und die Leute aufhetze.

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