Düngeverordnung

Niedersachsen will über rote Gebiete nachverhandeln Plus

Niedersachsen stellt Bedingungen für die Zustimmung zur Düngeverordnung. Vor dem heutigen Sondertreffen der Länder fordert das Land eine bessere Kontrolle und Messung der Nährstoffbelastung.

Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast geht nach eigener Aussage „mit klaren Vorstellungen“ in das Sondertreffen der Länder zur Düngeverordnung am Donnerstag in Berlin. „Wir hätten gerne die Kontrollierbarkeit und Plausibilisierung der Düngedaten fest in der Verordnung verankert. Hier gibt es deutlichen Nachbesserungsbedarf“, sagte sie. Als Grundlage für die Transparenz der Daten habe das Land Niedersachsen ENNI eingeführt, ein System von elektronischen Nährstoffmeldungen. Damit komme Niedersachsen auch den Forderungen der EU-Kommission entgegen, betonte Otte-Kinast.

Rote Gebiete am Verursacherprinzip orientieren

Bereits im Januar hatte Otte-Kinast gemeinsam mit dem niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies weitere Änderungen bei der Ausweisung der roten Gebiete vom Bund eingefordert. Statt sich auf Nitrat-Konzentrationen in den Grundwasser-Messstellen zu konzentrieren, wollen die...


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Die neue Düngeverordnung enthält ein pikantes Detail für alle Flächen. Das Verbot auf gefrorenen Böden zu düngen, gilt künftig überall und ohne Ausnahmen.


Diskussionen zum Artikel

von Wilhelm Grimm

Und wenn es nervt: Wem schaden die Deutschen Nitratwerte ?

Dieser Aspekt muss von unserer Berufsvertretung öffentlich diskutiert werden. Das würde ich unter der "Offensiven Nachhaltigkeit" verstehen.

von Guido Müller

Und wenn es nervt: Nitrat ist gesund

Bei den Grundwasser-werten geht es in erster Linie um die Einhaltung eines festgelegten Wertes, der meines Wissens ohne wissenschaftliche Studie erfolgte. ----------- HERZSTIFTUNG: "Die Frage: „Stimmt es, dass täglich ½ Liter Rote Bete-Saft den Blutdruck senkt? Welche ... mehr anzeigen

von Georg Hommel

Das erste Mal

Wirklich der erste Vorschlag, der etwas mehr mit Verstand zusammenhängt. Es wird natürlich ein riesiger bürokratischer Akt aber es liegt etwas mehr am Verursacherprinzip. In der Wasserschutzberatung machen wir seit 30 Jahren Nitratiefenprofile (4m) und man erkennt recht gut höhere und ... mehr anzeigen

von Heinz Göttke

Düngeverordnung und Corana

Ich kann es nicht mehr hören mit den Strafzahlungen. Letztendlich ist alles ein Pott...ob EU oder das Land oder die Bundesländer usw. Linke Tasche raus..rechte Tasche rein. Das Geld ist ja nicht weg, es ist nur woanders. Und wenn ich dann überlege wie schnell man Milliarden für die ... mehr anzeigen

von Hendrik Hueske

So läuft es in Brüssel

Zitat von C. W. Rickman: Der Witz ist: Brüssel macht gar keinen Druck! Nein, denen ist tatsächlich egal wie wir das mit dem Nitrat hinkriegen, also ob die Messstellen repräsentativ werden, die Kanalisation überarbeitet wird, oder es eine Düngerverordnung gibt. Völlig wumpe! ... mehr anzeigen

von Hendrik Hueske

Welche Strafzahlungen?

Es gibt kein Urteil über Strafzahlungen gegen Deutschland. Und sollte es irgendwann mal eins geben fäbgt das bei 1500€/d an. Alles andere ist nur Angst schüren von denjenigen die auf dem Pulverfass sitzen.

von Willy Toft

Auf den Fachlichen Sachverstand können wir nur hoffen , Ideologie spielt auch hier mit rein!

Hoffentlich stehen genug Bauern vor der Tür, die die ganze Riege noch mal richtig auf den Mißstand dieser Verordnung hinweisen! Wer die Betriebe hier in DE vernachlässigt, muss sich nicht wundern, wenn in Notsituationen keine "Stille Reserve" mehr da ist! Unsere Vorfahren würden sich ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Jeder versucht seine eigenen Interessen

Dort zu verwirklichen - Bayern will den Dünger zur Zwischenfrucht..... Ich will nicht aufs Düngen über Frost verzichten müssen wenn es denn über Tag auftaut. Haben den alle Berufskolkegen seit 30 Jahren was falsch gemacht?? Was ist denn vor 8 Jahren passiert einfach mal nachdenken?

von Bernhard ter Veen

Blödsinn...

Es geht doch überhaupt nicht um uns Landwirte oder um die Auswirkungen auf den Betrieben... Es geht schlicht nur noch um die Verwortlautung der Düngeverordnung... So wie es scheint ist der Nutzen oder Schaden völlig uninteressant... Hauptsache Punkt und Komma stehen an den richtigen ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Zum letzten Absatz:

Nicht das Bundesfinanzministerium hat zu prüfen, wer die eventuellen Strafen zu zahlen hat, sondern die Justiz. Wer ist verantwortlich für die tendenziöse Messstellenauswahl, die Streichung "zu guter" Werte und wer hat wissentlich die übertrieben schlechten Daten an die EU gemeldet? ... mehr anzeigen

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