Düngeverordnung

Niedersachsen will über rote Gebiete nachverhandeln

Niedersachsen stellt Bedingungen für die Zustimmung zur Düngeverordnung. Vor dem heutigen Sondertreffen der Länder fordert das Land eine bessere Kontrolle und Messung der Nährstoffbelastung.

Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast geht nach eigener Aussage „mit klaren Vorstellungen“ in das Sondertreffen der Länder zur Düngeverordnung am Donnerstag in Berlin. „Wir hätten gerne die Kontrollierbarkeit und Plausibilisierung der Düngedaten fest in der Verordnung verankert. Hier gibt es deutlichen Nachbesserungsbedarf“, sagte sie. Als Grundlage für die Transparenz der Daten habe das Land Niedersachsen ENNI eingeführt, ein System von elektronischen Nährstoffmeldungen. Damit komme Niedersachsen auch den Forderungen der EU-Kommission entgegen, betonte Otte-Kinast.

Rote Gebiete am Verursacherprinzip orientieren

Bereits im Januar hatte Otte-Kinast gemeinsam mit dem niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies weitere Änderungen bei der Ausweisung der roten Gebiete vom Bund eingefordert. Statt sich auf Nitrat-Konzentrationen in den Grundwasser-Messstellen zu konzentrieren, wollen die...


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