Ackerbau

Neuer Sensor-Spaten zur Entnahme von Bodenproben

Das neu entwickelte Analyse-Gerät FarmLab soll die Bodenprobe im Labor ersetzen. Das Gerät wurde vom Start-Up-Unternehmen Stenon GmbH aus Potsdam entwickelt.

Bei der klassischen Bodenanalyse im Labor dauert es einige Zeit, bis die Ergebnisse vorliegen. Jetzt soll ein neu entwickelter digitaler Spaten den Anwendern die Wartezeit ersparen.

Er funktioniert wie folgt: Das Analyse-Gerät wird wie ein herkömmlicher Spaten an einer zu beprobenden Stelle in den Boden gestochen. Sensoren ermitteln dann Messwerte zu Bodentextur, Gesamt-C-Gehalt, Gesamt-N-Gehalt, pH-Wert, Nmin sowie zum P-, K- und Mg-Gehalt im Boden. Die Ergebnisse lassen sich nach kurzer Zeit auf dem Display des Spatens ablesen.

FarmLab-Daten sind “DLG anerkannt”

Vor kurzem erhielt Stenon für das FarmLab für drei Einzelkriterien (NO3, Nmin-Gehalt und Bodenfeuchte) die DLG-Anerkennung. Dafür kamen nach Firmenangaben fünf FarmLabs mit identischer Software und Kalibrierung auf insgesamt 40 Praxisflächen zum Einsatz. Die Versuchsflächen zeigten eine weite Streuung in den untersuchten Bodeneigenschaften, um ein möglichst großes Spektrum an praxisüblichen Bodenzuständen abzudecken.

Die Messungen des FarmLabs verglich die DLG mit Referenzanalysen von fünf akkreditierten Fachlaboren. Das Resultat: Das System von Stenon erfüllte die DLG-Anforderungen in den untersuchten Einzelkriterien. Im nächsten Schritt strebt das Unternehmen eine Anerkennung der Farmlab-Daten als offiziellen Nachweis bei Behörden an. Ein Austausch mit den zuständigen Behörden findet bereits statt.


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