Rübenanbau

Rüben: Was verbirgt sich hinter den gelben Blattspitzen?

Gelbe Blattspitzen scheinen aus den sonst grünen Rübenflächen. Ursachen für die Symptome gibt es einige. Aber sind sie harmlos?

In einigen Rübenschlägen sind nun vermehrt gelb verfärbte Blattspitzen zu sehen. Das berichtet der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ). Die Symptome treten demnach selten flächendeckend auf, sondern meist nur lokal entlang von Hecken oder Waldrändern.

Blattwanzen, Viröse Vergilbung, Staunässe oder Rhizoctonia?

Dabei gilt zu unterscheiden: Sind die betroffenen Blätter leicht "kapuzenartig" abgeknickt und findet sich auf der Blattrückseite in der mittleren Blattader eine verbräunte Einstichstelle – direkt unterhalb der Gelbverfärbung – ist die Blattwanze Schuld. Die Symptome seien harmlos, so der LIZ, und eine Behandlung nicht erforderlich.

Kapuzenartig abgeknickte Blattspitze.

Das "kapuzenartige" abknicken der Blattspitze ist ein weiterer Indiz für den Befall mit Blattwanzen. (Bildquelle: Bruckwilder)

Doch auf wenigen Flächen finden sich auch erste Symptome der Virösen Vergilbung. Dann seien oft mehrere Blätter einer Pflanze im Ganzen betroffen, so der LIZ. Beim Zerdrücken "knacken" betroffene Blätter, wie typisch für diese Krankheit.

Treten die Symptome nesterweise auf, sind meist Staunässe und Rhizoctonia Ursache für die Symptome. Dann liegen häufig auch ganze Blattapparate am Boden, meist sternförmig um die Rübe. Zudem ist der Rübenkörper verbräunt und zeigt Fäulnis.

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