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topplus Tag des offenen Hofes 2024

Besichtigungen, Rundfahrten, Quiz – So bringen Sie Besuchern Landwirtschaft nahe

Hoffeste sind die beste Öffentlichkeitsarbeit und bieten einen Einblick in die Landwirtschaft. Damit jede Station zu einem Erlebnis wird, haben wir einige Programm-Ideen für Sie zusammengefasst.

Lesezeit: 7 Minuten

Offene Hoftage sind ein Ort der Begegnung und bieten Landwirten und Besuchern viele Möglichkeiten, sich über aktuelle Themen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen oder sich vom Leben des anderen inspirieren zu lassen. Vom Feld bis in den Stall haben Sie als Veranstalter die Möglichkeit, Ihrer Kreativität freien Raum zu lassen, um den Besuchern einen spannenden Einblick in Ihre Arbeit zu geben.

Einblicke in die Nutztierhaltung

Wenn Sie mit Nutztieren arbeiten, bieten sich viele Möglichkeiten, Ihre Arbeit transparent und spannend darzustellen. Der Leitfaden des DBV gibt an, dass Betriebsleiter bereits vor Beginn des Hoftages festlegen sollte, wie weit sich die Teilnehmer den Tieren nähern dürfen.

Außerdem sollten entsprechende Hygienemaßnahmen in Absprache mit dem Veterinäramt und der Seuchenkasse (wie Schuhüberzieher und Overalls) bei Tierkontakt festgelegt werden. Besonders bei Weidetieren sollte ein Sicherheitsabstand gewährleistet werden, da die Tiere den menschlichen Kontakt in diesem Umfang nicht gewohnt sind.

Futtermittel mal selber anmischen

Was wird verfüttert? Wie werden die Futterrationen zusammengestellt? Wie kommt das Futter zum Tier? Diese und weitere Fragen können durch Fotos, Videos oder Infoplakate veranschaulicht werden. Der Nährwert und die Vorteile unterschiedlicher Futterkomponenten lassen sich in Schalen zum Riechen und Anfassen vorstellen.

Zur Demonstration der Verhältnisse eignen sich auch Gefäße oder Eimer, in denen alle Komponenten von den Besuchern abgewogen und vermengt werden können. Die Anteile können auch in einem Quiz erraten werden.

Milchviehhaltung hautnah erleben

Wenn Sie auf Ihrem Betrieb mit Milchkühen arbeiten, haben Besucherinnen und Besucher viel zu entdecken. Der Deutsche Bauernverband (DBV) schlägt im Leitfaden für den Tag des offenen Hofes vor,  geführte Rundgänge durch die Stall- und Arbeitsbereiche anzubieten. Eine Aufsichtsperson sollte dabei auf den artgerechten Umgang mit den Tieren achten und bei Fragen zur Verfügung stehen.

Ein Einblick in den Melkbereich lädt zu Schätzfragen zur täglichen Milchproduktion einer Milchkuh ein. Auch die Notwendigkeit, Milchkühe wiederholt zu decken, ist nicht jedem Besucher bewusst und kann an dieser Station erläutert werden. Wo geht die Milch hin? Wann muss sie abgeholt werden? Diese und weitere Fragen lassen sich hier wunderbar gemeinsam vertiefen.

Das Stallkonzept kann gut von außen erklärt werden. Dabei können Sie z.B. beschreiben, um was für eine Haltungsform es sich handelt, warum Sie Mutterkühe zum Abkalben in eine andere Box leiten  und wie Sie die strikten Hygienestandards in den Ställen hochhalten.

Machen Sie aus Ihrem Schweinestall einen Besuchermagneten

Befinden sich Schweine auf Ihrem Betrieb, sollte ebenfalls vor Hofbeginn festgelegt werden, wie nahe Besucher den Schweinen kommen dürfen, um eine unnötige Keimbelastung der Tiere zu vermeiden. Ist ein direkter Kontakt mit den Tieren nicht erwünscht, können Sie gut zugängliche Fenster zuvor reinigen, damit sich die Besucher von außen ein Bild von den Haltungsbedingungen machen können. Hier bieten sich Führungen mit geeignetem Personal an.

An dieser Stelle kann ebenfalls die Haltungsform und das Stallkonzept erklärt werden. Wo frisst das Schwein? Wo findet es Wasser? Wo kann es laufen und spielen? Warum gibt es Spaltenböden? Wieso steht die Sau in einem Schutzkorb?

Gerade im Fall einer Stallbesichtigung ist nach dem Deutschen Bauernverband (DBV) bei Hoffesten und offenen Hoftagen ein strikter Hygieneschutz angesagt. Entsprechend der Hygieneregelungen des Veterinäramtes sind Schuhüberzieher zu empfehlen. Eine Aufsichtsperson sollte die Tiere stets im Auge haben und den Besuchern fragen beantworten können.

Wie kommt das Ei vom Hof auf den Frühstückstisch?

Wenn Sie Besuchern einen Rundgang durch die Geflügelställe ermöglichen möchten, sollten Sie ebenfalls ein geeignetes Konzept beim Veterinäramt erfragen. Informieren Sie Die Besucher zudem über wichtige Verhaltensregeln im Stall (z.B. das Vermeiden von lauten Geräuschen). Im Stall selbst können Sie mit einem Rundgang und einer Beschreibung des Stallkonzeptes beginnen. Wo legen die Hennen die Eier? Wo und wann gibt es Futter? Wie kommen die Tiere an Wasser? Wie beschäftigen sie sich?

Anschließend können spezifische Themen, wie der fachgerechte Umgang mit den Tieren und das Erkennen von Krankheiten oder Stress, erklärt werden. Der Leitfaden des DBV schlägt auch hier vor, kritische Themen, wie das Kürzen der Schnäbel oder das Töten von Eintagsküken, an dieser Stelle mit einzubauen.

Der Weg vom Huhn ins Lebensmittelgeschäft bietet ebenfalls viele spannende Informationen für die Besucher. Eiersortiermaschinen, Verpackungsräume und logistische Strategien lassen sich gut zeigen und erläutern.

Ein dickes Fell ist gut, dicke Wolle ist besser!

Wenn Sie Schafe auf Ihrem Betrieb halten, können Sie den Besuchern viele Aspekte der Schafhaltung spielerisch näherbringen. Angefangen bei der Wolle. Durch Ratespiele können Kinder unterschiedliche Woll-Typen unterschiedlicher Rassen oder das Fell von verschiedenen Tieren (Schaf, Hund, Pferd etc.) blind in einer Box ertasten.

Durch entsprechendes Infomaterial in Form von Plakaten oder Bildern können Rassenunterschiede deutlich gemacht werden. Falls gewünscht, können die Besucher auch die Tiere füttern und streicheln. In kleineren Etappen kann zudem die Notwendigkeit der Schafschur demonstriert und erklärt werden. Auch die natürliche Angst vor Hunden ist für Besucher ein interessantes Thema.

Der praktische Ackerbau ist eine Welt für sich

Große Landmaschinen, Demofahren, Fruchtfolge, Saatgut und Pflanzenschutz: Der Arbeitsbereich Pflanzenbau bietet umfassende Themenfelder. Viele Vorgänge auf dem Feld basieren auf komplexen Mechanismen und Entscheidungen. Auch wenn nicht jeder Arbeitsschritt einfach erklärt werden kann, können Sie den Besuchern einen Einblick in Ihre Arbeit verschaffen.

Landtechnik als Besuchermagnet

Die Vorführung von Landmaschinen ist immer ein Anziehungspunkt für Erwachsene und Kinder. Eine offene Fahrerkabine (ohne eingesteckten Schlüssel!) erfüllt immer ihren Zweck. Ratespiele mit verschiedenen Anbaugeräten oder Vorführungen auf Demoflächen bieten den Besuchern viele Entdeckungsmöglichkeiten. Durch Fotos, Plakate und Videos können zudem spezielle Arbeitsschritte genauer erklärt werden. Wichtig ist: In der Nähe von Fahrzeugen und elektronischen Geräten sollte immer eine Aufsichtsperson parat stehen, die auch bei Fragen weiterhelfen kann.

Betriebsspezifische Fruchtfolgen einfach erklären

Was ist eine Fruchtfolge? Was sind Zwischenfrüchte? Wie werden die Fruchtfolgen auf Ihrem Betrieb geplant? Diese und weitere Fragen können sie im Feld oder auf dem Hofgelände an entsprechenden Stationen vermitteln. Fruchtfolgen können anhand von Bildern und Postern oder mit kleinen Modellen demonstriert werden. Auch die unterschiedliche Funktion und Nutzung von Haupt- und Zwischenfrüchten lässt sich hier beschreiben. Wer noch ein kleines Quiz mit einbauen möchte, kann unterschiedliche Feldfrüchte an einem Tisch auslegen und diese von den Besuchern benennen lassen. Alternativ kann so auch eine individuelle Fruchtfolge zusammengestellt werden.

Alles beginnt mit der Saat

Auch mit Saatgut können Sie passende Ratespiele veranstalten. Legen Sie unterschiedliches Saatgut in kleinen Röhrchen oder Säckchen aus. Die Besucher können dann die Samen den passenden Feldfrüchten (Mais, Weizen, Zuckerrübe etc.) zuordnen. Auch die Bedeutung der Beize kann hier mit passendem Bildmaterial erklärt werden.

Der Boden im Profil

Wer sich vor dem Hoftag die Mühe machen möchte, kann am Feldrand ein demonstratives Bodenprofil ausgraben. Mit einem passendem Stand und einem geeignetem Erklärer können Sie so die Bedeutung unterschiedlicher Bodenarten näherbringen. ­ Fingerproben unterschiedlicher Bodentypen inbegriffen. Schlagwörter, wie Feldkapazität, Humusgehalt und Bodenverdichtung, können an dieser Stelle gleich mit eingebaut werden.

Pflanzenschutz: nicht einfach erklärt, aber einfach gezeigt

Entscheiden Sie sich, auf Ihrem Betrieb die Bedeutung von Pflanzenschutzmitteln genauer zu beleuchten, können Sie Besuchern dieses komplexe Themenfeld ebenfalls über mehrere Stationen näher bringen. Liegt der Fokus auf Herbiziden, können Sie zuvor im Feld Unkräuter sammeln und mit ihren Gästen bestimmen.

Infomaterialien an den Ständen veranschaulichen an dieser Stelle die Bedeutung und die grobe Wirkungsweise von Herbiziden und anderen Pflanzenschutzmitteln. In einer Box mit Luftlöchern können auch gängige Schädlinge gesammelt und von den Besuchern in einem Quiz bestimmt werden. Gleiches gilt für Blattkrankheiten. Unterschiede zwischen Pilz-, bakteriellen- und Viruskrankheiten können Sie so ebenfalls veranschaulichen.

 

 

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