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Agravis mit guten Geschäftszahlen für 2023 - Aktie legt zu

Gute Geschäftszahlen für 2023, positive Nachrichten für die Aktionäre und verhaltene Aussichten für 2024 – auf der Hauptversammlung der Agravis gab es heute Morgen in Münster einiges zu besprechen.

Lesezeit: 4 Minuten

Mit einem leicht besseren Gewinn als 2022 hat die Agravis das Wirtschaftsjahr 2023 abgeschlossen – und das trotz eines gesunkenen Umsatzes. So fasste Hermann Hesseler, Finanzvorstand des Konzerns, heute morgen das Ergebnis des Unternehmens während der Hauptversammlung in Münster zusammen.

Die Agravis erzielte einen Umsatz von 8,8 Mrd. €. Das sind 600 Mio. € weniger als im Jahr zuvor. Für den Finanzchef kein Grund zur Sorge. Das Minus sei vor allem auf gesunkene Preise für Getreide, Raps, Düngemittel und Energie zurückzuführen.

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Positive Botschaften für die Aktionäre

Wichtiger noch, der Gewinn vor Steuern kletterte von 61,5 auf 64,5 Mio. €. Ein Lichtblick, auch wenn das Ziel, eine Umsatzrendite von einem Prozent zu erreichen, noch in der Ferne liegt – aktuell steht man bei 0,74 %. „Wir sind auf einem guten Weg“, versicherte Hesseler.

Die Botschaft, die die rund 6.000 Aktionäre des Unternehmens wohlwollend zur Kenntnis nehmen dürften: Der Wert der Aktie steigt von 62 € auf 64,65 €, die Dividende beträgt 1,54 €.

Schlechte Ernte, weniger Umsatz?

Etwas verhaltener fiel der Blick auf das laufende Jahr aus. Die Zahlen für das erste Quartal bewegen sich zwar im Planungskorridor. Der Umsatz dürfte allerdings etwas sinken (voraussichtlich 8,1 Mrd. €) und das Ergebnis könnte mit geschätzten 60,1 Mio. € geringer ausfallen als 2023. "Schon jetzt ist absehbar, dass die Getreideernte 2024 mengenmäßig keine neuen Rekorde bringen wird", so erklärte Dr. Dirk Köckler, Vorsitzender des Vorstands die konservative Einschätzung.

Köckler sagte mit Blick auf den Strukturwandel in der Landwirtschaft, der vor allem Veredler trifft: "Der Bereich Tiere ist mit der Produktion und dem Vertrieb von Futtermitteln weiterhin ein Kernbereich der Agravis." Das gelte vor allem für den Nordwesten des Geschäftsgebietes.

"Wir glauben an den Tierhaltungsstandort Deutschland"

"Wir glauben an den Tierhaltungsstandort Deutschland und bekennen uns auch eindeutig zur Tierhaltung und Tierernährung", so Köckler. Seinen Optimus begründet er mit der nach wie vor hohen Nachfrage nach Schlachtschweinen. Das seien immerhin 750.000 Tiere für den Eigenbedarf in Deutschland. Diesen Selbstversorgungsgrad erreiche man zurzeit knapp. "Weiterhin haben wir Bedarf an Geflügel-Frischfleisch und Eiern und der Milchmarkt reagiert auf das Angebot ebenfalls mit auskömmlichen Preisen und auch Rindfleisch findet seinen Markt", fügte er hinzu.

Daher befürworte man auch im Grundsatz den Vorschlag der Zukunftskommission Landwirtschaft, eine Mehrwertsteuererhöhung für Fleischprodukte zu realisieren. Schließlich kostet der Umbau der Tierhaltung Geld – und dieses Geld kann aus den Mehreinnahmen einer Mehrwertsteuererhöhung kommen. Wichtig war ihm: "Das Geld muss bei den Tierhaltern ankommen."

Weg von der Verbots-, hin zu einer Anreizpolitik

Man müsse ohnehin weg von einer Verbots- und hin zu einer Anreizpolitik. CO2 zu verteuern, damit Knappheit zu generieren und im Sinne der sozialen, nachhaltigen Marktwirtschaft zu flankieren, sei ein logischer Weg mit Blick auf den Klimaschutz.

Er plädierte aber dafür, über praxistaugliche Möglichkeiten der CO2-Reduktion nachzudenken. Er brachte dazu ein Beispiel aus der Logistik: "Warum ist das zulässige Gesamtgewicht bei E-Lkw auf 42 t – trotz oder wegen schwerer Batterien – und bei „normalen“ Lkw auf 40 t begrenzt?" Hier könne man ohne Zögern die zuladbaren Lasten um 10 oder 15 % auf mindestens 44 t zulässiges Gesamtgewicht beim konventionellen Verbrenner-Lkw erhöhen. Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass Touren eingespart und Emissionen gesenkt werden könnten.  

Bockeloh und Lohse wieder im Aufsichtsrat

Die routinemäßigen Wahlen des Vorstands und des Beirats bestätigten Susanne Schulze Bockeloh und Axel Lohse im Aufsichtsrat. Schulze Bockeloh, Landwirtin aus Münster, dort auch Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes und Vizepräsidentin im Deutschen Bauernverband, gehört dem Gremium bereits seit 2014 an. Dr. Lohse, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der RAISA eG in Stade, ist ebenfalls seit zehn Jahren an Bord.

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