EEG-Novelle

EEG aus Sicht der Bioenergie: Noch viele Stolpersteine

Die Bilanz der Bioenergieverbände zum neuen EEG fällt gemischt aus: Einige Regelungen helfen der Branche, im Bereich Güllevergärung versagt das Gesetz aber weiterhin.

Der Deutsche Bundestag beschließt heute in 2./3. Lesung die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Die Bilanz der Bioenergieverbände, wie der Fachverband Biogas, der Bundesverband Bioenergie oder der Deutsche Bauernverband, fällt gemischt aus: Zwar besinne sich der Gesetzgeber mit dem EEG 2021 wieder auf die Vorzüge der Bioenergie. Gleichzeitig enthält das neue Gesetz aber viele Regelungen, die den Zielen des Klimaschutzprogramms im Bereich Bioenergie entgegen stehen.

Einer konsequenten Umsetzung des Klimaschutzprogramms für die Bioenergie sei man vor allem durch die Anhebung der Ausschreibungsvolumina auf 600 MW jährlich (zuzüglich 150 MW pro Jahr für Biomethan) näher gekommen. Dies sei ein substanzielles Signal, dass die Bioenergie im Strom- und Wärmebereich auch weiterhin gewollt sei. Ebenso zu werten seien auch die Anhebungen der Gebotshöchstgrenzen für Neu- und Bestandsanlagen sowie die neuen Anreize für Biomethan und der Ausgleich für Wettbewerbsnachteile kleiner Anlagen mit einer installierten Leistung von bis zu 500 kW. Auch die Flexibilisierung von Biogas gehe gestärkt aus dieser Novelle: Die großen Weichenstellungen weisen in die richtige Richtung und würdigen die besondere Rolle der Bioenergie im Energiesystem, so Rostek.

Erfreulich seien auch die Verbesserungen im Bereich der Holzenergie. Durch die Verlängerung der Realisierungsfrist in den Ausschreibungen würden auch Neuanlagen endlich wieder möglich. Die Begrenzung der Bemessungsleistung sei zwar nach wie vor ein herber Einschnitt, jedoch sei es gelungen, dies zumindest auf 75 % abzumildern, wodurch dem wichtigen Beitrag der Holzenergie zur Prozess- und Fernwärme Rechnung getragen werde. Die Einigung auf eine Übergangsregelung für...

Die Redaktion empfiehlt

In einer Anhörung im Wirtschaftsausschuss legten Sachverständige offen, wo es beim Gesetzesentwurf hakt. Es gibt viele Hürden vor allem für die Wind- und Solarenergie.

Der Wirtschaftsausschuss hat den Weg frei gemacht für die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Viele wichtige Entscheidungen wurden aber auf 2021 vertagt.

Am Wochenende hat sich die Regierungskoalition offensichtlich auf einen neuen Entwurf zum Erneuerbare-Energien-Gesetz geeinigt. Erste Änderungen sind jetzt bekannt.


Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen