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Heizen mit Solarstrom: Wärmepumpe oder Heizstab?

Viele Betreiber älterer Photovoltaikanlagen überlegen, den günstigen Solarstrom zum Heizen zu verwenden. Die direkte Stromheizung lohnt sich aber nur als Übergangslösung.

Viele Photovoltaikanlagen erreichen in den kommenden Jahren das Ende der 20jährigen EEG- Vergütungszeit. Die Altanlagen können Strom für etwa 4 bis 6 ct/kWh erzeugen – je nach Zustand der Module und Wechselrichter. „Rechnet man Versicherung, Wartung und Rücklagen mit ein, sollte man mit etwa 10 ct/kWh rechnen“, sagt Elmar Brügger, Energieberter an der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Der Öl- und Gaspreis steigt dagegen stark an. Daher fragen uns immer wieder Leser: Lohnt es sich, den Solarstrom zum Heizen zu nutzen?

Heizstab im Pufferspeicher

Möglich wird das mithilfe eines Heizstabes, der sich – ähnlich wie bei einem Tauchsieder – aufgrund des elektrischen Widerstandes erhitzt. Typische Preise dafür sind 700 bis 800 € für ein Modell mit 3,5 kW Leistung (brutto, ohne Installation). Dieser kann Wärme bis 80 °C produzieren und lässt sich auch in vorhandenen Pufferspeichern nachrüsten, wenn diese dafür geeignet sind.

Begrenzte Stromerzeugung

Eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) arbeitet im Sommer ca. zehn Stunden pro Tag und im Frühjahr oder Herbst täglich etwa acht Stunden – je nach Lage und Ausrichtung der PV-Anlage. Außerdem produzieren die Module bei bewölktem Himmel nur noch etwa 25 % ihrer maximalen Leistung. „Bei einer kleinen Anlage mit 6 kW wären das also nur noch 1,5 kW“, rechnet Brügger vor.

Der Wärmebedarf lässt sich so ermitteln: 1,16 Wattstunden pro Liter Wasser x Grad Kelvin. Soll ein Speicher mit 250 l von 10 auf 50°C erwärmt werden, wären das 40 Grad Kelvin (K). Die Formel würde lauten: 1,16Wh/l x 40K x 250 l= 11600Wh = 11,6 kWh. „Würde die Leistung der Photovoltaikanlage für sieben Stunden zur Verfügung stehen,...

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