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Klimaschutzziel 2020 wird immer unrealistischer

Das Klimaschutzziel der Bundesregierung rückt immer weiter in die Ferne. In der ersten Jahreshälfte sind die energiebedingten C02-Emissionen gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um knapp 5 Millionen Tonnen auf 428 Millionen Tonnen gestiegen.

Lesezeit: 2 Minuten

Das Klimaschutzziel der Bundesregierung rückt immer weiter in die Ferne. In der ersten Jahreshälfte sind die energiebedingten C02-Emissionen gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um knapp 5 Millionen Tonnen auf 428 Millionen Tonnen gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommen, nach Auswertung der Halbjahresstatistiken der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, die beiden Denkfabriken Agora Energiewende und Agora Verkehrswende. Auch für das Gesamtjahr 2017 erwarten die Experten einen Emissionsanstieg.

 

Der CO2-Ausstoß hat sich dabei nicht bei allen Energieträgern gleich entwickelt, so stiegen die Emissionen aus Mineralöl, Erdgas und Braunkohle in der ersten Jahreshälfte an. Die aus Steinkohle hingegen sanken.

 

Die unterschiedlichen Änderungsraten lassen sich auf die veränderten Verbrauchszahlen zurückführen. Mit Bezug auf die Braun- und Steinkohle spielen besonders die Entwicklungen am Strommarkt eine wichtige Rolle. Die erneuerbaren Energien konnten deutlich zulegen, auch die Stromerzeugung mit Gas, insbesondere mit KWK-Anlagen, wurde deutlich gesteigert. Beides geht zur Lasten der Steinkohle. Aufgrund der verbesserten Kraftwerksverfügbarkeit haben die Braunkohlekraftwerke hingegen ihre Stromproduktion ausgeweitet.

 

Am stärksten trug jedoch der Verkehr zum Emissionsanstieg der ersten Jahreshälfte bei. Ursache dafür war vor allem ein Absatzplus beim Diesel von 6,5 Prozent, bei Benzin von 2,5 Prozent und beim Flugbenzin von fast 8 Prozent.

 

Das Ziel der Bundesregierung, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 um 40 Prozent zu mindert, erscheint immer unrealistischer. „Die Lücke zum Klimaschutzziel von minus 40 Prozent wird nicht kleiner, sondern bleibt bei rund 150 Millionen Tonnen“, meint auch Patrik Graichen, Direktor von Agora Energiewende. Er sieht daher besonders die nächste Bundesregierung in der Pflicht, ein Sofortprogramm zu entwickeln, dass für Strom, Wärme und Verkehr schnell wirkende Maßnahmen enthält. 

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