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Klimawandel sorgt für Stromausfälle

Der steigende Anteil von dezentralen Stromerzeugern hat keinen negativen Einfluss auf die Stromversorgung, zeigt ein Bericht der Bundesnetzagentur.

Lesezeit: 2 Minuten

Anders, als immer befürchtet, sorgen mehr Wind-, Solar- und Biogasanlagen nicht dafür, dass die Stromversorgung unzuverlässig wird. Im Jahr 2015 habe die durchschnittliche Unterbrechungsdauer je angeschlossenem Letztverbraucher bei 12,7 Minuten gelegen. Im Jahr 2014 waren es 12,28 Minuten. Dieser Auswertung  liegen Berichte der Netzbetreiber zugrunde, die der Bundesnetzagentur jährlich alle in ihrem Netz aufgetretenen Versorgungsunterbrechungen, die länger als drei Minuten dauern, melden müssen. Daraus errechnet die Bundesnetzagentur den sogenannten SAIDI-Wert (System Average Interruption Duration Index). „Auch wenn der Wert leicht angestiegen ist, liegt die Stromversorgungsqualität in Deutschland weiter auf sehr hohem Niveau", erläutert Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.


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Ursache für seinen leichten Anstieg seien im Jahr 2015 vor allem Wetterereignisse wieStürme und Hitzewellen gewesen. Die hohen Temperaturen lösten dabei z.B. Kurzschlüsse oder Überschläge in Trafostationen aus und führen so zu Versorgungsunterbrechungen.

„Die Energiewende und der steigende Anteil dezentraler Erzeugungsleistung haben weiterhin keine negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität“, macht Homann deutlich.


„Seit Jahren wird behauptet, dass mit steigendem Anteil an Ökostrom die Netze instabiler werden und ein Blackout drohe. Die Realität ist aber: Die Netze werden stabiler“, kommentiert Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group, die Ergebnisse. Der SAIDI ist laut Fell seit 2006 um etwa neun Minuten gesunken. Dies zeige, dass nicht der Ausbau der erneuerbaren Energien, sondern der Klimawandel die Hauptbedrohung für Stromversorgungssicherheit sei. Und der Klimawandel werde genau mit erneuerbaren Energien bekämpft.


Fell: „Es ist natürlich kein Automatismus, dass Netz mit mehr Solar und Wind stabiler werden. Die Netzbetreiber haben die fluktuierenden erneuerbaren Energieträger gut integriert und somit gleichzeitig die Sicherheit erhöht.“

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